Holder in der Deutschschweiz
Sambucus nigra, der Schwarze Holunder, heisst in der Deutschschweiz häufig Holder. Er erreicht als Strauch rund sieben Meter, als kleiner Baum ausnahmsweise bis zehn Meter Höhe. Die Blüte dauert von Mai bis Juli: flache, cremeweisse Schirme mit zehn bis fünfzehn Zentimetern Durchmesser. Im Spätsommer färben sich die Beeren schwarz.
Was auf den Teller darf
Aus den Blüten entstehen Sirup und Tee. In der Deutschschweiz kennt man zudem Holderchüechli, in Teig ausgebackene Dolden. Reife Beeren verarbeitet man zu Saft, Gelee und Fruchtsuppe, aber nur erhitzt.
- Als Nahrung kommen Blüten und durchgekochte, reife Beeren in Frage.
- Roh enthalten die Beeren Sambunigrin, das Übelkeit auslösen kann.
- Grüne Stiele vor dem Verarbeiten entfernen.
Beim Sammeln gilt: nur an sauberen Stellen pflücken, nicht an stark befahrenen Strassen.
Die grünen Teile meiden
In Blättern, Rinde, Zweigen und noch grünen Beeren stecken cyanogene Glykoside, weshalb sie nicht gegessen werden dürfen. Haben Kinder davon probiert, wenden Sie sich an Tox Info Suisse unter 145. Bei schweren Symptomen alarmieren Sie die Sanität unter 144.
Im Garten
Sonnige wie halbschattige Plätze sagen ihm zu; Kälte steckt er weg, und auch ein kräftiger Schnitt schadet ihm nicht. Im Herbst finden Vögel an ihm Futter. Planen Sie genug Platz ein, denn der Wuchs ist rasch. Wer ihn jedes Jahr stark einkürzt, erhält einen kompakteren Strauch, opfert aber einen Teil der Blüte.
Zur Blütezeit lockt er Schwebfliegen und Käfer an, im Spätsommer sind es Vögel, die an den Beeren naschen.