Wer zu den echten Lilien gehört
Zur Gattung Lilium zählen rund 120 Arten, die meisten stammen von der Nordhalbkugel. Auch in der Schweiz wachsen Wildarten, etwa der Türkenbund (Lilium martagon) in lichten Wäldern und die Feuerlilie (Lilium bulbiferum) in den Alpen. Gartenlilien sind meist Kreuzungen. Taglilie, Calla und Friedenslilie heissen zwar ähnlich, gehören aber zu anderen Gattungen.
Drei Sortengruppen im Überblick
- Asiatische Hybriden öffnen früh, duften kaum und kommen in sehr vielen Farben vor.
- Orientalische Hybriden blühen später, tragen grosse Blüten und verströmen einen schweren Duft.
- Trompetenlilien entfalten ihren Duft vor allem am Abend.
Im Garten, im Topf und in der Vase
Die Zwiebeln kommen etwa drei Zwiebelhöhen tief in die Erde, in durchlässigen Boden an einen Platz zwischen Sonne und Halbschatten. In schweren Lehmböden des Mittellands hilft eine Schicht Sand unter der Zwiebel, damit kein Wasser steht. Im Topf auf dem Balkon brauchen sie ein tiefes Gefäss mit Abzugsloch und im Winter Schutz vor Dauerfrost.
Als Schnittblume hält eine Lilie meist zehn bis vierzehn Tage, weil sich die Knospen der Reihe nach öffnen. Stiele schräg anschneiden, untere Blätter entfernen und die Staubbeutel auszupfen, bevor der Pollen Flecken macht.
Wenn Sie Lilien als Schnittblumen kaufen, wählen Sie Stiele, bei denen sich erst die untersten Knospen färben. So öffnen sich die Blüten in der Vase nacheinander und der Strauss bleibt lange schön. Ein kühler Raum ohne Zugluft und ohne Obstschale in der Nähe verlängert die Haltbarkeit. Reifendes Obst gibt Ethylen ab, das Blüten schneller altern lässt.
Katzen sind besonders gefährdet
Nach Angaben der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA kann schon wenig Pflanzenmaterial bei Katzen zu akutem Nierenversagen führen, auch Pollen oder Vasenwasser. Wer eine Katze hält, verzichtet besser auf Lilien im Haus und ruft bei Verdacht sofort die Tierarztpraxis an. Bei Menschen sind Vergiftungen eher selten und meist mild; Rat gibt Tox Info Suisse unter der Nummer 145.