Zwiebelblume mit holländischer Geschichte
Die Gattung Tulipa umfasst nach heutigem Stand rund 76 Arten, die von Nordafrika über Europa bis nach Zentralasien wachsen. Die grösste Vielfalt liegt in den Steppen und Gebirgen Mittelasiens. Die Gartentulpe entstand im Orient und gelangte um die Mitte des 16. Jahrhunderts nach Westeuropa. In den Niederlanden führte die Begeisterung zur Tulpenmanie, die 1637 mit einem Preiszusammenbruch endete.
Noch heutzutage stammt weit über die Hälfte der weltweiten Produktion aus den Niederlanden, und es gibt über 1200 Sorten.
Tulpenzeit in der Schweiz
Je nach Lage öffnen sich Tulpen zwischen April und Mai. Im Tessin und am Genfersee beginnt die Saison deutlich früher als in den Voralpen oder in Bergtälern. Als Schnittblume ist sie vor dem Muttertag am zweiten Sonntag im Mai besonders gefragt, ebenso zu Ostern. Wer Tulpen im Garten hat, sollte bei Spätfrost die Knospen mit Vlies schützen.
So hält ein Tulpenstrauss länger
- Kaufen Sie Tulpen mit noch geschlossenen, aber bereits gefärbten Knospen.
- Schneiden Sie die Stiele schräg an und stellen Sie sie in frisches, kühles Wasser.
- Wählen Sie eine hohe Vase, die die Stiele stützt, denn Tulpen wachsen nach dem Schnitt weiter und neigen sich zum Licht.
- Stellen Sie den Strauss kühl, ohne Heizung und ohne direkte Sonne. So halten die Blüten meist fünf bis zehn Tage.
Giftig für Tiere
Tulpen enthalten Tulipalin A und B, am meisten in der Zwiebel. Nach der ASPCA sind sie für Hunde, Katzen und Pferde giftig; mögliche Zeichen sind Erbrechen, Durchfall, Speichelfluss und Niedergeschlagenheit. Bei Verdacht auf eine Vergiftung beim Menschen erreichen Sie Tox Info Suisse rund um die Uhr unter 145, bei Tieren hilft die Tierarztpraxis.