Blumen zum Geburtstag: welcher Strauss zu wem passt

Ein Geburtstagsstrauss muss zwei Dinge können: der Person entsprechen, die ihn bekommt, und zur Jahreszeit passen, in der sie Geburtstag hat. Auf dieser Seite gehen wir beides durch, von der Grossmutter bis zur Arbeitskollegin, vom Januar- bis zum Dezemberkind, und sagen, was auf die Karte gehört und was Sie besser nicht schicken.

Gerbera in kräftigen Farben für einen Geburtstagsstrauss
Gerbera: fröhlich, für alle
Sonnenblume, typische Geburtstagsblume im Sommer
Sonnenblume: Juli bis September
Rote Tulpen für Geburtstage im Frühling
Tulpen: Januar bis April
Rosa Rosen, das ganze Jahr erhältlich
Rosen: das ganze Jahr

Geburtstagsstrauss aussuchen und an die Wunschadresse in der Schweiz schicken lassen.

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Zuerst die Person, dann die Blume

Die meisten Fehlgriffe passieren, weil man mit der Blume beginnt statt mit dem Menschen. Überlegen Sie kurz: Wie wohnt die Person, hat sie Platz für einen grossen Strauss, hat sie Katzen, mag sie es schlicht oder üppig, und in welcher Beziehung stehen Sie zu ihr? Daraus ergibt sich fast von selbst, was passt.

  • Mutter, Grossmutter, Gotte: Ein runder, dicht gebundener Strauss in Rosa, Apricot und Creme, gern mit Duft: Rosen, Freesien, im Mai Pfingstrosen. Grossmütter freuen sich oft über eine Topfpflanze zusätzlich, weil sie länger bleibt.
  • Ehefrau, Ehemann, Liebste oder Liebster: Hier darf es romantisch werden. Rote oder dunkelrosa Rosen, oder die Lieblingsblume, die Sie sich hoffentlich gemerkt haben. Mehr dazu in unserem Ratgeber Blumen zur Liebe.
  • Freundin, Freund: Farbig und unkompliziert: Gerbera, Ranunkeln, Sonnenblumen, ein Wiesenstrauss im Sommer. Hauptsache fröhlich.
  • Arbeitskollegin, Chef, Geschäftskontakt: Neutral und formschön, ohne rote Rosen und ohne schwere Düfte im Grossraumbüro. Was im Büro funktioniert, steht in Blumen für Kollegen.
  • Kind oder Teenager: Eine einzelne grosse Sonnenblume oder ein kleiner, knallbunter Strauss, dazu ein Geschenk. Blumen allein sind für Zwölfjährige selten der Höhepunkt.
  • Hoher Geburtstag, 80 oder 90: Eine Topfpflanze oder ein Gesteck in einer Schale, das keine Vase und keinen Wasserwechsel braucht. Das ist im Altersheim und in kleinen Wohnungen praktischer als ein hoher Strauss.

Vier Blumen, die zum Geburtstag selten danebenliegen

Gerbera

Die Gerbera gehört weltweit zu den fünf meistverkauften Schnittblumen, und das hat Gründe: Sie ist in fast jeder Farbe erhältlich, duftet nicht und sieht aus wie eine gemalte Sonne. Benannt ist die Gattung nach dem deutschen Arzt und Botaniker Traugott Gerber, die Stammform kommt aus Südafrika. Ein Hinweis zur Pflege: Gerberastiele knicken gern, deshalb stecken Floristen oft einen feinen Draht in den Stiel oder wickeln ihn spiralig darum. Wenig Wasser in der Vase, nur ein paar Zentimeter, und die Köpfe bleiben länger aufrecht.

Sonnenblumen

Für Geburtstage zwischen Juli und September gibt es kaum etwas Besseres. Sonnenblumen sind gross, unkompliziert und wirken auch zu dritt schon wie ein Geschenk. Kombiniert mit blauem Rittersporn oder Kornblumen entsteht ein Strauss, der nach Sommerferien aussieht.

Tulpen

Wer zwischen Januar und April Geburtstag hat, bekommt mit Tulpen die Blume der Saison. Sie wachsen in der Vase noch ein paar Zentimeter weiter und verändern sich jeden Tag, was viele mögen. Gefüllte Sorten und Papageientulpen wirken festlicher als die schlichte Form.

Rosen

Rosen gibt es das ganze Jahr, deshalb sind sie die Rückfallposition für alle Monate ohne eigene Saisonblume. Zum Geburtstag passen Rosa, Apricot, Gelb und Orange; Rot bleibt dem Menschen vorbehalten, mit dem Sie Ihr Leben teilen. Ein gemischter Rosenstrauss mit Eukalyptus wirkt moderner als ein reiner.

Was im Geburtstagsmonat Saison hat

MonatTypische Blumen
Januar, FebruarTulpen, Ranunkeln, Anemonen, Amaryllis
März, AprilNarzissen, Tulpen, Freesien, Ranunkeln
Mai, JuniPfingstrosen, Flieder, Rittersporn, erste Gartenrosen
Juli, August, SeptemberSonnenblumen, Dahlien, Gladiolen, Zinnien
Oktober, NovemberDahlien bis zum Frost, Chrysanthemen, Beerenzweige, Hortensien
DezemberAmaryllis, Ilex, Tannengrün, erste Tulpen

Saisonsträusse für jeden Geburtstagsmonat, gebunden von Floristen in Ihrer Nähe.

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Runde Geburtstage

Beim Achtzehnten, Fünfzigsten oder Achtzigsten soll der Strauss sichtbar grösser oder besonderer sein als sonst. Zwei Wege führen dahin. Entweder Sie nehmen eine Blume, die man selten bekommt, etwa Pfingstrosen ausserhalb der kurzen Saison im Mai, Protea oder grosse Dahlien im Herbst. Oder Sie spielen mit der Zahl: fünf lange Rosen zum Fünfzigsten, acht zum Achtzigsten. Eine Blume pro Lebensjahr ist ab dreissig unpraktisch, fünfzig Rosen brauchen einen Kübel und ein Wohnzimmer, das ihn verträgt. Wichtiger als die Menge ist bei einem runden Geburtstag ohnehin die Karte mit ein paar persönlichen Zeilen.

Ins Büro, ins Spital, ins Altersheim

In vielen Schweizer Büros bringt das Geburtstagskind selbst den Kuchen oder die Gipfeli zum Znüni. Umso schöner, wenn auf dem Pult trotzdem ein Strauss steht. Wählen Sie etwas Kompaktes ohne starken Duft, und denken Sie an eine Vase, denn im Büro fehlt sie meist. Liegt die Person am Geburtstag im Spital, fragen Sie vorher auf der Abteilung nach, ob Schnittblumen erlaubt sind; auf Intensiv- und einigen Onkologiestationen sind sie es nicht. Was dann geht, lesen Sie in Blumen ins Spital. Im Altersheim ist eine blühende Topfpflanze oder ein kleines Gesteck oft willkommener als ein hoher Strauss, weil das Pflegepersonal nicht jeden zweiten Tag Wasser wechseln kann.

Was auf die Karte gehört

Die Karte entscheidet, ob ein Strauss „von irgendwem“ oder von Ihnen kommt. Drei Dinge genügen: ein Glückwunsch, ein Satz, der nur zu dieser Person passt, und Ihr Name, so geschrieben, dass kein Rätselraten entsteht. Beispiele:

  • „Alles Gueti zum Geburtstag, Mami. Danke für die Suppe letzte Woche und für alles andere.“
  • „Zum Fünfzigsten: auf die nächsten fünfzig Jahre Velotouren. Beat und Simone“
  • „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und einen ruhigen Tag mitten im Projekt. Dein Team vom dritten Stock“

Mundart ist auf einer Geburtstagskarte in der Schweiz völlig in Ordnung, wenn Sie so auch miteinander reden. Geschäftlich bleibt es besser bei Hochdeutsch. Wer wissen will, was bestimmte Blumen und Farben signalisieren, findet es in der Blumensprache; wie das Bestellen und Versenden abläuft, erklären wir in Blumen senden.

Was Sie besser nicht schicken

  • Weisse Lilien und weisse Chrysanthemen allein: In der Schweiz sind das die Blumen der Trauerfloristik. Im bunten Strauss sind sie unproblematisch, als reiner weisser Strauss zum Geburtstag wirken sie falsch.
  • Lilien in einen Katzenhaushalt: Für Katzen sind sie lebensgefährlich. Mehr in unserem Ratgeber Blumen und Haustiere.
  • Rote Rosen an Kollegen: Die Botschaft ist eindeutig und passt im Büro nicht.
  • Ein Strauss am Sonntag oder Feiertag: An diesen Tagen stellen die meisten Floristen nicht zu. Fällt der Geburtstag darauf, planen Sie den Strauss für den Freitag oder Samstag davor, dann steht er am Tag selbst schon in der Vase.

Häufige Fragen zu Geburtstagsblumen

Wie viele Blumen gehören in einen Geburtstagsstrauss?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Ein Strauss wirkt vor allem dann grosszügig, wenn er dicht gebunden ist, nicht wenn er viele dünne Stiele hat. Die Idee, pro Lebensjahr eine Blume zu schenken, funktioniert bis etwa zum dreissigsten Geburtstag; danach wählen Sie besser eine kleinere Zahl oder eine einzelne, ungewöhnliche Sorte in der passenden Stückzahl, zum Beispiel acht Rosen zum Achtzigsten.
Welche Blumen passen, wenn ich den Geschmack nicht kenne?
Ein gemischter Saisonstrauss in warmen Farben ist die sicherste Wahl: Gerbera, Rosen in Rosa oder Apricot, dazu Grün und ein paar Beerenzweige. Er sagt „ich habe an dich gedacht“, ohne eine Botschaft zu senden, die vielleicht nicht passt. Rote Rosen allein lassen Sie weg, wenn Sie nicht mit der Person zusammen sind.
Darf ich einem Mann Blumen zum Geburtstag schenken?
Ja, und es kommt besser an, als viele denken. Bewährt haben sich klare Formen und kräftige Farben: Sonnenblumen, orange Gerbera, Protea, Anthurien, Strelitzien oder eine einzelne Amaryllis im Winter. Ein kompakter, eher architektonischer Strauss passt meist besser als ein zarter Pastellstrauss.
Was schreibe ich auf die Karte?
Kurz, persönlich und mit Namen. Zwei Sätze reichen: ein Glückwunsch und eine Erinnerung oder ein Wunsch für das neue Lebensjahr. In der Schweiz darf eine Zeile Mundart darauf, zum Beispiel „Alles Gueti zum Geburtstag“, wenn Sie so auch miteinander sprechen. Unterschreiben Sie so, dass die Person Sie sofort erkennt, also mit Vornamen und wenn nötig Nachnamen.

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