Wildrosen vom Jura bis ins Mittelland
Die Gattung Rosa gehört zu den Rosengewächsen. Die Blütenblätter sind meist rosa bis rot oder weiss, gelbe Blüten findet man vor allem bei Arten ausserhalb Europas. Besonders rosenreich sind kalkreiche Gebirge in wärmeren Lagen, so auch der Jura. In Hecken und an Waldsäumen steht oft die Hundsrose (Rosa canina).
Ihre Früchte, die Hagebutten, hängen bis in den Winter an den Zweigen. Botanisch ist die Hagebutte eine Sammelnussfrucht: Die eigentlichen Früchte sind die Nüsschen im Innern des fleischigen Fruchtbechers, und Vögel tragen die Kerne weiter.
Die Alpenrose ist keine Rose
Wer in den Bergen von Alpenrosen spricht, meint Rhododendren aus der Familie der Heidekrautgewächse. Mit der Gattung Rosa sind sie nicht verwandt. Eine echte Wildrose der Bergwälder ist dagegen die Alpen-Heckenrose (Rosa pendulina), die ihren Namen den nickenden Früchten verdankt.
Gartenrosen im Jahreslauf
- Gepflanzt wird im Herbst oder im zeitigen Frühjahr, Containerrosen lassen sich auch im Sommer setzen.
- Geschnitten wird im Frühjahr. In den Voralpen und in höheren Lagen sind Spätfröste bis in den Mai möglich, dort wartet man mit dem Schnitt entsprechend länger.
- Im Spätherbst wird die Veredlungsstelle mit Erde angehäufelt, damit sie nicht erfriert.
- Gegossen wird am Fuss der Pflanze. Nasse Blätter fördern Sternrusstau und Mehltau.
Alte Rosen und neue Sorten
Von historischen Rosen spricht man bei Sorten, die vor der ersten Teehybride von 1867 entstanden. Dazu zählen Zentifolien, Damaszener- und Gallica-Rosen. Sie blühen meist nur einmal im Jahr, dafür oft sehr duftend. Moderne Sorten blühen dagegen mehrmals und sind für Beet und Schnitt gezüchtet.
Rosen in der Vase
Stiele schräg anschneiden, Blätter unter der Wasserlinie entfernen und ein sauberes Gefäss verwenden. Laut ASPCA sind Rosen für Hunde, Katzen und Pferde nicht giftig, auf die Stacheln sollte man bei Tieren und Kindern dennoch achten.