Name, Herkunft und drei Wuchsformen
Ihren Namen trägt die Pfingstrose, weil sie in der Zeit um Pfingsten blüht. Weil Pfingsten je nach Osterdatum auf Mai oder Juni fällt, öffnen sich die Blüten in der Schweiz je nach Höhenlage und Witterung früher oder später. Die Gattung Paeonia stammt aus den gemässigten Zonen Eurasiens, dazu kommen zwei Arten im Westen Nordamerikas.
Gärtnerinnen und Gärtner unterscheiden drei Gruppen:
- Staudenpfingstrosen sterben im Herbst oberirdisch ab und treiben im Frühling neu aus. Dazu gehört die Bauernpfingstrose, die man in alten Bauerngärten findet.
- Strauchpfingstrosen verholzen und erreichen eine Höhe von rund zwei Metern.
- Itoh-Hybriden entstanden nach 1945 aus einer Kreuzung der beiden anderen Gruppen.
Im Garten: Geduld zahlt sich aus
Die beste Pflanzzeit liegt im Herbst. Ein sonniger Platz mit durchlässigem, nährstoffreichem Boden ist ideal. Die roten Knospen am Wurzelstock gehören nur wenige Zentimeter unter die Erde, denn zu tief gesetzte Pflanzen blühen oft über Jahre nicht. Dafür bleibt eine eingewachsene Pfingstrose Jahrzehnte am selben Ort.
In rauen Lagen der Voralpen schadet ein später Frost im Frühling den frühen Trieben kaum, wohl aber den bereits geöffneten Blüten.
Schnitt und Vase
Als Schnittblume erntet man Pfingstrosen im Knospenstadium, sobald die Knospe weich ist und Farbe zeigt. Ein frischer Schnitt und sauberes Wasser genügen, dann öffnet sie sich innert weniger Tage. Ameisen auf den Knospen richten keinen Schaden an.
Giftig für Tiere
Gemäss ASPCA ist die Pfingstrose für Hunde, Katzen und Pferde giftig; der Inhaltsstoff Paeonol kann Erbrechen, Durchfall und Apathie auslösen. Stellen Sie den Strauss deshalb ausser Reichweite. Bei Beschwerden erreichen Sie Ihre Tierarztpraxis. Hat ein Kind Pflanzenteile gegessen, berät Tox Info Suisse rund um die Uhr unter der Nummer 145.