Leberblümchen – klassisch

Das Leberblümchen ist einer der ersten Frühlingsboten im Laubwald. Hier lesen Sie, woran Sie es erkennen, warum es nicht in die Vase gehört und was bei der Giftigkeit zu beachten ist.

Ein Frühlingsbote im Laubwald

Das Leberblümchen blüht im März und April, noch bevor die Bäume Laub tragen. Es gehört zu den Hahnenfussgewächsen und ist mit dem Buschwindröschen verwandt. In der Schweiz wächst es in Laubwäldern auf kalkhaltigem Boden und steigt in den Alpen bis etwa 1500 Meter. Die Blätter sind dreilappig und ähneln einer Leber.

Daher kommt der Name.

Blüte und Blätter

Die blauvioletten Blüten sitzen einzeln auf kurzen Stielen. Was wie Blütenblätter aussieht, sind gefärbte Kelchblätter. Direkt darunter stehen drei grüne Hochblätter, die wie ein Kelch wirken. Die Blätter überwintern grün und treiben nach der Blüte neu aus. Die Pflanze wird nur fünf bis fünfzehn Zentimeter hoch.

Bei Regen und am Abend schliessen sich die Blüten.

Nicht pflücken

Das Leberblümchen taugt nicht als Schnittblume, denn es welkt in der Vase rasch. Wild wachsende Pflanzen sollen am Standort bleiben. Der Bund regelt den Schutz wild wachsender Pflanzen in der Natur- und Heimatschutzverordnung, und die Kantone können weitere Arten schützen. Im Zweifel lassen Sie die Pflanze stehen.

Für den Garten kaufen Sie nachgezogene Pflanzen in der Gärtnerei. Sie mögen Halbschatten, humosen Boden und möchten möglichst ungestört bleiben.

Giftig

Die frische Pflanze enthält Protoanemonin, das Haut und Schleimhäute reizen kann. Beim Trocknen verliert sich der Stoff weitgehend. Bei Kindern, die von der Pflanze gegessen haben, erreichen Sie Tox Info Suisse unter 145, bei schweren Beschwerden den Sanitätsnotruf 144. Für Tiere ist die Tierarztpraxis zuständig.

Kurzfakten - Leberblümchen - klassisch

Farbe
blau
Lateinischer Name
Hepatica nobilis
Typ
wildpflanze
Blütezeit
märz-mai
Licht
halbschatten
Wasser
mässig
Höhe
5-15 cm
Duft
kein
Giftig für Haustiere
ja
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Häufig gestellte Fragen zu Leberblümchen - klassisch

Wann blüht das Leberblümchen?
Im März und April, kurz vor dem Laubaustrieb.
Wo wächst das Leberblümchen in der Schweiz?
In Laubwäldern auf kalkhaltigem Boden, in den Alpen bis etwa 1500 Meter.
Darf man Leberblümchen aus dem Wald mitnehmen?
Besser nicht. Wildpflanzen bleiben am Standort; Auskunft geben die kantonalen Naturschutzfachstellen.
Ist das Leberblümchen giftig?
Ja, die frische Pflanze enthält Protoanemonin. Bei Fragen hilft Tox Info Suisse, 145.

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