Zweifarbige Blüten
Echte rosa Blüten sind bei Geissblatt eher selten. Meist sind die Blüten aussen rosa bis purpurn getönt und innen cremeweiss oder gelblich, oder sie beginnen rosa in der Knospe und blassen später ab. Beim Wald-Geissblatt sind rosa oder rote Töne an Knospe und Aussenseite beschrieben. Das gibt der Pflanze eine lebhafte, mehrfarbige Wirkung.
Im Frühjahr zeigt das Geissblatt zuerst frisches Laub, die Knospen folgen später. Blattläuse treten gelegentlich auf; ein kräftiger Wasserstrahl oder die Förderung von Marienkäfern reicht oft aus. Bei starkem Befall nehmen manche Gärten kurzerhand die betroffenen Triebe weg und lassen die Pflanze neu austreiben.
Ein Schnitt im Spätsommer, nach der Blüte, regt die Pflanze zu neuem Wachstum an. Dabei lassen sich zu lange Triebe zurücknehmen und das Gerüst der Pflanze ordnen, ohne die kommende Blüte zu gefährden.
Platzierung
Rosa Töne wirken zusammen mit Grau, Silber und Blau besonders edel. Gute Nachbarn sind Lavendel, Katzenminze oder eine blaue Clematis an derselben Rankhilfe. Rosa Geissblatt braucht Raum, denn die Triebe wachsen mehrere Meter weit.
- Sonniger Kopf, schattiger Fuss.
- Guter Wasserabzug, aber nie ganz trocken.
- Schnitt nach der Blüte, nicht im Winter.
Für Nachtfalter
Die Blüten entfalten ihren Duft vor allem abends und nachts. Wer auf dem Balkon im Juni mit offenem Fenster sitzt, wird davon eingehüllt. Rote Beeren folgen im Spätsommer und werden von Vögeln gefressen.
Hinweis zu den Beeren
Die meisten Geissblatt-Früchte gelten als schwach giftig und sind nicht zum Essen. Wurden Beeren gegessen, hilft Tox Info Suisse unter der Nummer 145 weiter. Auch Hunde und Katzen sollten die Beeren nicht fressen; die Tierarztpraxis hilft weiter.