Hochblatt statt Blüte
Was bei der Calla wie eine einzelne weisse Blüte aussieht, ist ein Hochblatt, das einen gelben Kolben umhüllt. Die echten Blüten sind sehr klein und sitzen dicht gedrängt am Kolben. Botanisch gehört die Pflanze zu den Aronstabgewächsen, nicht zu den Lilien, auch wenn sie im Englischen calla lily heisst.
Zu verwechseln ist sie nicht mit der Sumpf-Calla Calla palustris, einer anderen Art derselben Familie.
Heimat und Wuchs
Die Zimmercalla stammt aus Südafrika und wächst dort an feuchten Standorten. Sie bildet Horste aus grossen, glänzenden Blättern und wird bis etwa einen Meter hoch. Die Pflanze gedeiht in Töpfen im Haus und als Kübelpflanze auf dem Balkon.
Pflege auf dem Balkon
Im Kübel mag sie viel Wasser und einen hellen Platz. Von Mai bis September darf sie draussen stehen, nach den Eisheiligen und vor den ersten Frösten. Im Winter braucht sie einen kühlen Raum. Nach der Blüte folgt eine Ruhezeit mit weniger Giessen.
- Verwenden Sie einen Topf mit Abzugsloch.
- Düngen Sie in der Wachstumszeit alle zwei Wochen.
- Entfernen Sie welke Hochblätter samt Stiel.
Symbolik und Gelegenheiten
Die weisse Calla gilt traditionell als Blume der Reinheit. Man sieht sie auf Hochzeiten, aber auch bei Trauerfeiern. In einem Strauss braucht sie kaum Begleiter.
Giftig für Mensch und Tier
Die Pflanze enthält Calciumoxalat. Nach der ASPCA ist sie für Hunde und Katzen giftig. Bei Kindern, die an der Pflanze gekaut haben, wenden Sie sich an Tox Info Suisse unter der Notfallnummer 145; bei schweren Beschwerden gilt die 144. Für Tiere ist die Tierarztpraxis zuständig.