Weiss zwischen Schnee und Gras
Weisse Krokusse gibt es als Wildformen und als Gartensorten. Der Frühlings-Krokus kommt in den Alpen in weisser und violetter Ausprägung vor; im Garten werden grossblumige weisse Sorten verkauft. Die Blütenblätter haben oft eine zarte Äderung, in der Mitte leuchten orange Staubbeutel und Narben.
Als Topf auf dem Fenstersims überstehen weisse Krokusse die letzten kalten Wochen des Winters. Danach pflanzt man die Knollen samt Erde in den Garten, wo sie im folgenden Frühjahr wieder erscheinen. Einen Versuch lohnt es, wenn der Platz hell und durchlässig ist. Wer die Knollen im Herbst kauft, sollte sie rasch pflanzen, denn trockene, lange gelagerte Knollen treiben schwächer aus.
Prall und fest fühlen sie sich richtig an; weiche Stellen sind ein schlechtes Zeichen.
Wirkung in der Pflanzung
Weisse Krokusse sieht man besonders gut vor dunkler Erde, Rindenmulch oder Moos. Mit violetten und gelben Sorten gemischt ergibt sich ein buntes Frühlingsbild.
- Gruppen von mindestens zehn Knollen wirken natürlicher als einzelne.
- Sonne oder lichter Schatten unter Laubgehölzen, die im Frühling noch kahl sind.
- Bei Sonnenschein öffnen sich die Kelche weit, bei trübem Wetter bleiben sie zu.
Bienen im Vorfrühling
Krokusse blühen früh und sind für Bienen und Hummeln eine der ersten Pollenquellen. Weisse Blüten fallen im Dämmerlicht besonders gut auf.
Giftigkeit
Frühlingskrokusse können bei Hunden und Katzen nach der ASPCA Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Gefährlicher ist die Herbstzeitlose, die im Herbst blüht und manchmal mit Krokussen verwechselt wird. Beim Menschen berät Tox Info Suisse unter 145; die Tierarztpraxis hilft bei Haustieren.