Weiss in der Gattung Lilium
Weisse Blüten treten bei mehreren Arten auf. Die Madonnenlilie (Lilium candidum) stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum und steht in der christlichen Überlieferung für Reinheit; auf alten Gemälden hält oft die Muttergottes oder der Erzengel eine solche Lilie. Die Osterlilie (Lilium longiflorum) trägt lange Trompeten und wird traditionell zu Ostern geschenkt.
Die Königslilie (Lilium regale) öffnet weisse Trichter mit gelbem Schlund und rosa-violetter Aussenseite.
Duft und Wirkung im Raum
Weisse Sorten aus der orientalischen und der Trompetengruppe duften kräftig, besonders am Abend. In einem kleinen Wohnzimmer können wenige Stiele schon genügen. Wer empfindlich auf Gerüche reagiert, stellt sie besser in einen grossen Raum oder wählt eine duftarme Asiatische Hybride.
Pollen und Flecken
Die orangen Staubbeutel färben ab, und bei Weiss fällt jede Spur sofort auf. Zupfen Sie die Beutel vorsichtig aus, sobald die Blüte offen ist. Gelangt Pollen auf Stoff, nehmen Sie ihn trocken mit Klebeband auf, ohne zu reiben.
Weisse Lilien im Garten
- Hell wirkende Blüten kommen vor dunklem Laub oder einer Hecke am besten zur Geltung.
- Eine Mulchschicht hält den Boden am Fuss kühl.
- Nach der Blüte das Laub stehen lassen, damit die Zwiebel Kraft sammelt.
Wer weisse Lilien für einen Anlass bindet, kombiniert sie gern mit grünem Laub, damit die Blüten nicht zu schwer wirken. Als Faustregel genügen drei bis fünf Stiele in einer hohen Vase. Entfernen Sie das Wasser im Untersetzer nicht erst, wenn es trüb ist, denn Lilien reagieren auf Bakterien im Wasser mit schlaffen Stielen.
Wechseln Sie es lieber alle zwei Tage und geben Sie dabei einen frischen Anschnitt.
Achtung bei Katzen
Alle echten Lilien sind für Katzen sehr gefährlich, auch in Weiss. Schon Pollen im Fell, der beim Putzen aufgenommen wird, kann die Nieren schädigen. Bei Verdacht gehen Sie noch am selben Tag zur Tierärztin oder zum Tierarzt.