Zwergstrauch der Moore und Magerwiesen
Die Besenheide (Calluna vulgaris) ist ein immergrüner Zwergstrauch, der in Europa bis in Höhen von rund 2700 Metern wächst. Sie liebt sauren, nährstoffarmen Boden und volle Sonne. Im Garten erreicht sie 20 bis 50 Zentimeter. Die Blüte fällt in Spätsommer und Herbst, zwischen August und Oktober.
Sorten und Knospenheide
Es gibt rund 10 000 Sorten mit unterschiedlicher Blütezeit und Laubfarbe, von Weiss über Rosa bis Purpur. Sorten wie ‚Beoley Crimson‘ blühen karminrot. Die im Herbst verkauften Knospenheiden öffnen ihre Blüten nie: Das hält die Farbe wochenlang, bietet Bienen aber keinen Nektar. Wer Insekten helfen möchte, wählt normal blühende Sorten.
Allerheiligen und Herbstschmuck
In den katholischen Kantonen ist Allerheiligen am 1. November ein Tag, an dem Gräber bepflanzt und besucht werden. Heide gehört neben Chrysanthemen zu den beliebten Pflanzen, weil sie Kälte aushält und lange farbig bleibt. Auch in Schalen für den Balkon und die Haustür ist sie verbreitet.
Pflege
- Giessen Sie mässig, aber regelmässig; Ballen sollen nie ganz austrocknen.
- Verwenden Sie saure Erde, zum Beispiel Rhododendronerde.
- Schneiden Sie nach der Blüte im Frühjahr leicht zurück, nicht ins alte Holz.
Die Besenheide wird nicht als Giftpflanze geführt. Verwandte wie der Rhododendron sind dagegen giftig. Bei Vergiftungsverdacht: Tox Info Suisse, 145.
Bienenweide und Honig
Die Besenheide ist eine wichtige Futterpflanze für Honigbienen und liefert den dunklen Heidehonig. Normal blühende Sorten sind deshalb für naturnahe Gärten wertvoll. Knospenheiden bieten dagegen keinen Nektar. Wenn Sie beides pflanzen möchten, kombinieren Sie eine Knospenheide für die Schale auf dem Balkon mit offen blühenden Pflanzen im Garten.