Eine Blume zum Spielen
Wer die Seiten einer Löwenmaulblüte vorsichtig drückt, sieht das Maul aufklappen. Daher der Name, und so hat die Pflanze Generationen von Kindern im Bauerngarten begeistert. Die Blüten sitzen in langen Trauben an aufrechten Stängeln. Die Pflanze gehört zur Familie der Wegerichgewächse. Die Wildform stammt aus dem westlichen Mittelmeerraum und wächst dort auf Felsen und alten Mauern.
Sorten und Höhen
Im Gartencenter und auf dem Wochenmarkt finden sich drei Gruppen: niedrige Sorten für Kästen und Beeteinfassungen, mittelhohe für das Beet und hohe Sorten für den Schnitt. Die hohen erreichen etwa einen Meter. Die Blütezeit dauert von Juni bis September. Wird Verblühtes laufend entfernt, kommen immer neue Trauben nach.
Anbau in der Schweiz
Streng genommen ist das Löwenmaul mehrjährig, aber es überlebt kalte Winter selten. Man zieht es deshalb meist einjährig. Die Aussaat erfolgt im Februar oder März auf der Fensterbank, ausgepflanzt wird nach den Eisheiligen. Löwenmaul verträgt leichte Kälte besser als viele Sommerblumen und darf auch im Voralpenland früh ins Beet.
Die Samen sind sehr fein und werden nur angedrückt.
Samenkapseln und Haustiere
Nach der Blüte bilden sich runde Samenkapseln, die an kleine Schädel erinnern und im Herbst trocken rascheln. Viele Gärtner sammeln sie für die Aussaat im nächsten Jahr. Für Hunde, Katzen und Pferde ist das Löwenmaul nach Angaben der ASPCA ungiftig. Für die Vase eignen sich Stiele, deren untere Blüten offen und obere noch Knospen sind.