Rot ist eine Annäherung
Die Farbskala des Gewöhnlichen Flieders reicht nach der Wikipedia von bläulichem bis rötlichem Violett, dazu kommen Weiss und Rosa. Ein echtes Rot, wie bei einer Rose, gehört nicht dazu. Was im Handel «roter Flieder» heisst, sind purpurne, weinrote oder rotviolette Sorten. Zu ihnen zählen 'Andenken an Ludwig Späth' mit dunkelpurpurnen Rispen und 'Charles Joly' mit gefüllten, tief rotvioletten Blüten.
Dunkle Sorten wirken im Garten besonders gut vor hellen Wänden oder neben silbrigem Laub. In voller Sonne bleibt die Farbe satter, im Halbschatten blüht der Strauch spärlicher. Ein Platz mit morgendlichem Licht und nachmittäglichem Schatten bewahrt die Farbe, ohne die Blüte zu stark zu bremsen.
Warum die Sorte wichtig ist
Wer einen dunklen Flieder sucht, sollte nach dem Sortennamen fragen und nicht nur nach der Farbe. Denn auch Rosa-Töne wirken im Foto manchmal rot, und viele Sorten ändern ihre Farbe von der Knospe bis zur Vollblüte. Die dunkle Knospe öffnet sich oft zu einer helleren Blüte.
Pflege des Strauchs
- Sonne bevorzugen und Boden mit etwas Kalk.
- Direkt nach der Blüte schneiden, nicht später.
- Verblühtes abnehmen.
- Wurzelausläufer bei veredelten Pflanzen entfernen.
Dunkler Flieder in der Vase
Rotviolette Zweige wirken dramatisch neben hellem Grün oder weissen Tulpen. Geben Sie den Zweigen kaltes Wasser, schneiden Sie die Stielenden schräg ein und entfernen Sie Blätter, die ins Wasser tauchen würden. Eine Giftwirkung ist bei dieser Art nicht bekannt. Fachauskunft zu Giftpflanzen gibt Tox Info Suisse rund um die Uhr unter 145.
Bei den dunklen Sorten fällt ausserdem auf, dass die Knospen oft dunkler sind als die geöffneten Blüten; der Strauch wirkt daher im Verlauf der Blüte immer heller.