Rot ist nicht die Hauptfarbe
Wer an Lobelien denkt, hat blaue Blüten vor Augen. Rote Formen gibt es dennoch: Bei der Sorte 'Rosamund' ist es ein kräftiges Karminrot mit weissem Auge. Daneben ist der Gattungsname Lobelia auch für ganz andere Arten üblich, etwa für die Kardinalslobelie (Lobelia cardinalis), die tiefrot blüht, über einen Meter hoch wird und als Staude am Teichrand steht.
Mit der Balkonlobelie hat sie nur den Gattungsnamen gemeinsam.
Als Faustregel gilt: Bei Pflanzen, die als Lobelien verkauft werden, lohnt ein Blick aufs Etikett. Ob Staude oder Sommerblume, entscheidet über Standort, Höhe und Winterschutz. Die Kardinalslobelie braucht feuchten Boden und manchmal Winterschutz, die Balkonlobelie wird im Herbst ersetzt.
Rot im Balkonkasten
Eine rote Lobelie wirkt in Kombination mit Weiss besonders frisch, mit Blau dagegen kräftig und kontrastreich. Bei Terrakotta-Töpfen und warmen Hauswänden bringt sie Akzente, ohne die Pflanze zu überladen. Planen Sie wenige Pflanzen pro Meter Kasten ein, damit die Triebe nicht um Licht konkurrieren.
Pflege für rote Sorten
- Pflanzen Sie sie wie alle Lobelien erst nach den Eisheiligen.
- Halten Sie den Wurzelballen gleichmässig feucht, ohne Staunässe.
- Alle zwei Wochen düngen, bei starker Hitze zusätzlich ein Rückschnitt.
Giftig, auch in Rot
Die Gattung führt einen giftigen Milchsaft. Das betrifft die rote Balkonlobelie genauso wie die Kardinalslobelie. Kinder und Tiere sollten nicht an der Pflanze knabbern. Wenn doch etwas verschluckt wurde, ist Tox Info Suisse unter 145 rund um die Uhr erreichbar. Für Hunde und Katzen gilt: im Zweifel zur Tierarztpraxis.
Ein Blick auf den botanischen Namen auf dem Etikett schützt vor Verwechslungen.