Zwei Pflanzen, ein Name
Im Gartencenter heisst fast jede weisse Korbblütlerin Margerite. Der Topfstrauch ist Argyranthemum frutescens, ein halbstrauchiger Spross der Kanarischen Inseln, der 20 bis 80 Zentimeter hoch wird. Die einheimische Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare) dagegen steht in Schweizer Wiesen und ist winterhart.
Äusserlich sind sich beide ähnlich, sie gehören aber zu verschiedenen Gattungen.
Blüte und Wuchs
Die Strauchmargerite bildet über Monate Köpfe mit weissen Zungenblüten und gelber Mitte. Der Wuchs ist kugelig, das Laub blaugrün und fein geschlitzt. Verblühtes sollte regelmässig entfernt werden, damit neue Knospen nachkommen.
Balkonpflege in Kürze
- Volle Sonne, aber windgeschützt.
- Topf mit Abzugsloch, durchlässige Erde.
- Giessen, wenn sich die oberste Erdschicht trocken anfühlt.
- Alle zwei Wochen düngen.
Frost und Überwinterung
In Mitteleuropa ist die Pflanze nicht winterhart. Stellen Sie sie erst nach den Eisheiligen Mitte Mai nach draussen. Im Herbst kommt sie vor dem ersten Frost an einen hellen, kühlen Platz, wo sie sparsam gegossen wird. Im Tessin oder am See reicht oft eine geschützte Hauswand, in höheren Lagen nicht.
Die Strauchmargerite lässt sich zu Hochstämmchen ziehen, indem man einen Haupttrieb stützt und die Seitentriebe kappt. Das ergibt eine kleine Blütenkugel auf einem Stamm, die auf der Terrasse sehr elegant wirkt. Dazu braucht es zwei bis drei Jahre Geduld und einen frostfreien Winterplatz. Ein Hochstämmchen muss im Topf gestützt werden, damit der Wind es nicht umreisst.
Haustiere
Die ASPCA nennt Margeriten und Chrysanthemen für Hunde und Katzen giftig; sie können Erbrechen, Durchfall und Hautreizungen auslösen. Stellen Sie den Topf deshalb ausser Reichweite.