Ein Strauss für Feste im Frühsommer
In der Blumensprache steht Weiss traditionell für Unschuld und aufrichtige Absichten. Darum begegnen einem weisse Rosen in Brautsträussen, bei der Taufe, zur Erstkommunion und zur Konfirmation. In katholischen Kantonen gehören sie ausserdem zu den Blumen, mit denen man an Allerheiligen die Gräber schmückt.
Weiss gibt es auch in der freien Natur
Die meisten Wildrosen sind rosa, einige blühen aber weiss. Dazu zählt die Feld-Rose (Rosa arvensis), die in Hecken und lichten Wäldern wächst und mit ihren schlanken, oft bogigen Trieben auffällt. Auf trockenen, sonnigen Hängen steht die Bibernell-Rose (Rosa spinosissima), eine niedrige Wildrose mit cremeweissen Blüten und dunklen, fast schwarzen Hagebutten.
Beide sind Wildpflanzen und gehören nicht in den Strauss.
Nuancen von Schnee bis Elfenbein
Reinweisse Sorten wirken kühl, Elfenbein und Creme wirken wärmer. Manche Blüten zeigen beim Aufgehen einen grünlichen oder rosa Hauch im Innern. Kühles Weiss passt zu Silbergrün und blauen Tönen, Creme zu Aprikot und Hellgelb.
Helle Blüten brauchen eine sanfte Hand
Druckstellen und braune Ränder fallen bei Weiss am schnellsten auf.
- Beschädigte äussere Blütenblätter vorsichtig abzupfen, ohne die Blüte zu lockern.
- Den Strauss nicht neben reifes Obst stellen, denn das abgegebene Reifegas verkürzt die Haltbarkeit.
- Wasser alle ein bis zwei Tage wechseln und die Stiele dabei kurz neu anschneiden.
Im Beet sehen weisse Rosen zusammen mit Lavendel, Katzenminze oder blauem Salbei frisch aus. Wer sie mit rosa Sorten mischt, schafft einen sanften Verlauf.
Im Garten
Weisse Rosen brauchen einen sonnigen, luftigen Platz und nährstoffreichen, durchlässigen Boden. Wo im Frühling noch Frost droht, sollte man neu austreibende Triebe notfalls mit Vlies schützen. Laut ASPCA sind Rosen für Hunde, Katzen und Pferde nicht giftig, unabhängig von der Blütenfarbe.