Wie man ihn erkennt
Beim roten Mohn in Schweizer Äckern und an Böschungen handelt es sich fast immer um Papaver rhoeas, den Klatschmohn. Die vier dünnen Blütenblätter wirken wie zerknittertes Seidenpapier, sind leuchtend rot und tragen am Grund oft einen schwarzen Fleck. Knickt man einen Stängel, tritt weisser Milchsaft aus.
Nach der Blüte entsteht eine eiförmige Kapsel, aus der winzige Samen durch kleine Poren unter dem Deckel herausfallen.
Rote Wildblumen anlegen
- Samen im Frühling an Ort und Stelle in die Sonne streuen und kaum mit Erde bedecken.
- Auf lockerem, magerem Boden gelingt es ohne Dünger.
- Jungpflanzen nicht umsetzen, die Pfahlwurzel mag das nicht.
- Wenn der Mohn im Folgejahr wiederkehren soll, lässt man einige Kapseln ausreifen.
Mit Kornblumen und Margeriten ergibt sich die klassische Blumenwiese. Auf Flächen, die nicht mehr umgegraben werden, verschwindet der Mohn nach einigen Jahren wieder.
Ein Zeichen des Gedenkens
In Grossbritannien und im Commonwealth erinnert der rote Mohn an gefallene Soldaten. Vorbild war die Beobachtung, dass er im Ersten Weltkrieg auf den aufgewühlten Feldern Flanderns in Massen blühte. Ältere Deutungen verbinden den Mohn mit Schlaf und Traum.
Giftigkeit
Milchsaft und Pflanzenteile gelten als schwach giftig. Laut Pet Poison Helpline zeigen Hunde Magenprobleme und Schwäche, in solchen Fällen hilft die Tierarztpraxis. Hat ein Kind Pflanzenteile gegessen, erreichen Sie Tox Info Suisse unter der Nummer 145. In der Wiese verträgt sich der Mohn gut mit Kamille.