Veilchen – klassisch

Hinter dem Namen Veilchen stehen duftende Wildarten, Bergblumen und die Stiefmütterchen aus der Gärtnerei. Hier lesen Sie, wie sie sich unterscheiden, und warum das Alpenveilchen gar keines ist.

Eine Gattung mit vielen Gesichtern

Die Gattung Viola umfasst mehrere hundert Arten. Das Märzveilchen (Viola odorata), auch Duftveilchen genannt, blüht im ausgehenden Winter und Frühling an Hecken und Waldrändern und duftet kräftig. Zu den Wildarten zählen ausserdem das Wald- und das Hundsveilchen. In den Bergen wächst das Zweiblütige Veilchen (Viola biflora) mit kleinen, gelben Blüten.

Das Alpenveilchen ist kein Veilchen

Das Alpenveilchen (Cyclamen) gehört zu den Primelgewächsen und ist mit der Gattung Viola nicht verwandt. Auch das beliebte Zimmer-Alpenveilchen, das im Winter in vielen Stuben blüht, hat mit dem Märzveilchen nichts gemeinsam.

Wie die Samen wandern

Reife Kapseln springen auf und schleudern die Samen aus. An den Samen sitzt ein kleines, nährstoffreiches Anhängsel, das Ameisen anlockt. Sie tragen die Samen weiter, was erklärt, warum Veilchen oft in Gruppen an unerwarteten Stellen auftauchen.

Stiefmütterchen und Hornveilchen

Das Gartenstiefmütterchen (Viola × wittrockiana) ist aus mehreren Arten gekreuzt worden. Es wird etwa 20 Zentimeter hoch, hat Blüten von vier bis sechs Zentimetern Durchmesser und blüht zwischen April und Oktober. Es ist meist zweijährig und trägt oft mehrere Farben in einer Blüte. Hornveilchen haben kleinere Blüten und wirken zierlicher.

  • Sonne bis Halbschatten und durchlässiger Boden genügen.
  • Verblühtes regelmässig auszupfen, dann bildet sich Nachschub.
  • Auf Schnecken und Blattläuse achten, Staunässe vermeiden.

Märzveilchen lassen sich im Garten gut unter Sträuchern ansiedeln, wo sie sich mit der Zeit ausbreiten. Die Blüten sind essbar und werden gelegentlich kandiert oder als Dekoration auf Süssspeisen verwendet. Pflücken Sie aber nur, was Sie selbst angepflanzt haben, nicht von Wildstandorten.

Für Haustiere

Stiefmütterchen sind laut ASPCA unbedenklich, wenn Hund, Katze oder Pferd daran knabbern.

Kurzfakten - Veilchen - klassisch

Farbe
lila
Lateinischer Name
Viola odorata (Märzveilchen), Viola biflora, Viola × wittrockiana (Gartenstiefmütterchen)
Typ
wildpflanze
Blütezeit
april-juni
Licht
halbschatten
Wasser
mässig
Höhe
10-20 cm
Duft
leicht
Giftig für Haustiere
nein
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Häufig gestellte Fragen zu Veilchen - klassisch

Ist das Alpenveilchen mit dem Veilchen verwandt?
Nein, das Alpenveilchen (Cyclamen) gehört zu den Primelgewächsen, Veilchen zur Gattung Viola.
Wann blüht das Märzveilchen?
Je nach Wetter ab dem ausgehenden Winter bis ins Frühjahr, meist März bis April.
Wie lange blühen Stiefmütterchen?
Etwa von April bis Oktober, in milden Phasen auch länger. Verblühtes auszupfen verlängert die Blüte.
Wie verbreiten sich Veilchen von selbst?
Die Kapseln schleudern die Samen aus, Ameisen tragen sie wegen eines nahrhaften Anhängsels weiter.

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