Mehr als nur Frühling
Nach dem Stand von 2017 zählt die Gattung Crocus rund 235 Arten. Sie wachsen von Südwest- und Mitteleuropa über Nordafrika bis nach Westchina, am häufigsten auf dem Balkan und in Kleinasien. Die meisten Arten blühen im Spätwinter oder Frühling, einige aber im Spätsommer und Herbst. Nach dem Safran-Krokus (Crocus sativus), aus dessen Narben das Gewürz gewonnen wird, ist die ganze Gattung benannt, abgeleitet vom griechischen krókos.
Krokusse im Rasen sind eine Schweizer Gartenfreude, die schon im ersten Jahr Eindruck macht. Weil das Laub erst nach Wochen einzieht, muss man mit dem ersten Schnitt warten. Dafür belohnt der Rasen mit einem Teppich, der im folgenden Jahr meist dichter ausfällt, wenn die Knollen Nachwuchs bilden. Ein weiterer Vorteil ist, dass Krokusse für Wühlmäuse zwar attraktiv sind, in Töpfen oder Drahtkörben aber gut geschützt werden können.
Im Garten und auf der Alpwiese
Im Garten pflanzt man Krokusknollen im Herbst. Sie vermehren sich über Jahre selbst und wirken am besten in Gruppen oder im Rasen. In den Alpen und Voralpen blühen wilde Frühlings-Krokusse oft unmittelbar nach der Schneeschmelze auf Wiesen und Weiden, manchmal in grossen Teppichen.
- Knollen etwa fünf bis acht Zentimeter tief setzen.
- Sonniger Platz, durchlässiger Boden.
- Rasen nicht vor dem Welken des Laubs mähen.
Verwechslungsgefahr
Wer im Herbst Krokusse sieht, sollte genau hinschauen: Verwechselt wird gern die Herbstzeitlose (Colchicum). Zu erkennen ist sie an sechs Staubblättern statt drei, und sie ist deutlich giftiger. Nach Verzehr einer unbekannten Zwiebel ruft man Tox Info Suisse unter 145 an. Bei Tieren nennt die ASPCA den Frühlings-Krokus Magen-Darm-Reizungen auslösend, die Herbstzeitlose dagegen als gefährlicher.
Im Zweifel sofort die Tierarztpraxis kontaktieren.