Weiss in der Veilchenfamilie
Reinweisse Veilchen sind selten, doch es gibt weisse Formen des Märzveilchens und viele weisse Gartenstiefmütterchen. Meist tragen die Blüten eine gelbe Mitte, oft mit feiner dunkler Zeichnung. Die fünf Blütenblätter stehen unsymmetrisch, das untere ist grösser und dient Insekten als Landeplatz.
Weiss auf Gräbern und Treppenstufen
In der Deutschschweiz sieht man weisse Stiefmütterchen im Spätherbst und Frühling in Balkonkästen, Töpfen und auf Gräbern. Zu Allerheiligen in den katholischen Kantonen wird der Grabschmuck gern mit hellen Pflanzen gestaltet. Weiss wirkt in schattigen Ecken besonders klar. Als Tischschmuck bei Erstkommunion oder Konfirmation passt ein Topf mit weissen Hornveilchen, weil er ruhig und schlicht aussieht.
Frost ist kein Problem
Stiefmütterchen und Hornveilchen vertragen kühle Nächte und leichten Frost. Wer sie im Herbst pflanzt, sieht im März und April oft eine zweite Blüte. In höheren Lagen schützt ein Vlies die Blüten in strengen Frostnächten.
Pflege
- Standort: Sonne bis Halbschatten.
- Erde: durchlässig, regelmässig feucht, aber ohne Staunässe.
- Verblühtes abzupfen, damit sie sich nicht aussamen und weiter blühen.
- Nur sparsam düngen, sonst wachsen die Pflanzen auf Kosten der Blüten.
Wer sie in Gruppen setzt, erzielt die stärkste Wirkung: Sieben oder neun Pflanzen im Kasten sehen ruhiger aus als einzelne Exemplare. Weisse Stiefmütterchen mit dunklem Auge wirken lebendiger, ganz reine Blüten eleganter. Beides lässt sich gut mit Efeu oder Gräsern einrahmen.
Hornveilchen in Weiss sind kleiner und sehr robust, sie eignen sich für Randbepflanzungen und für Grabschalen, die lange gepflegt aussehen sollen.
Kleine Namenskunde
Tiere müssen sich keine Sorgen machen: Die ASPCA beurteilt Stiefmütterchen als ungiftig für Hunde, Katzen und Pferde.