Über 2000 Arten mit schiefen Blättern
Die Gattung Begonia zählt mehr als 2100 Arten, die meisten wachsen in den Tropen und Subtropen, besonders in Südamerika. Auffällig sind die asymmetrischen Blätter, weshalb man auf Deutsch auch von Schiefblatt spricht. Männliche und weibliche Blüten sitzen getrennt an derselben Pflanze. Winterhart ist in Mitteleuropa nur Begonia grandis, alle übrigen Begonien müssen frostfrei überwintern oder werden jährlich neu gekauft.
Gruppen im Überblick
- Eisbegonien (Semperflorens): niedrig, ununterbrochen blühend, ideal für Kasten und Schalen
- Knollenbegonien: grössere Blüten, im Winter ruht die Knolle
- Elatior-Begonien: blühende Zimmerpflanzen
- Rex-Begonien: wegen der gemusterten Blätter gezogen
Standort und Pflege in der Schweiz
Die meisten Begonien bevorzugen Halbschatten und frische Erde ohne Staunässe. Das passt gut zu Nordbalkonen und schattigen Hauseingängen. Gegossen wird am Wurzelballen, nicht über die Blätter, damit sich kein Mehltau bildet. Ins Freie kommen sie erst nach den Eisheiligen, bevor im Mai noch eine Frostnacht droht.
Die Knollen der Knollenbegonien nehmen Sie im Herbst vor dem ersten Frost aus der Erde, lassen sie antrocknen und lagern sie in Sand an einem kühlen, frostfreien Platz.
Begonien und Haustiere
Nach Angaben des ASPCA gilt die Begonie für Hunde, Katzen und Pferde als giftig. Verantwortlich sind lösliche Kalziumoxalate, die besonders in Knollen und Wurzeln stecken. Mögliche Folgen sind Speicheln, Erbrechen und Maulreizungen. Lagern Sie Knollen deshalb ausser Reichweite von Tieren und Kindern.
Menschen erhalten bei Verdacht auf eine Vergiftung Rat bei Tox Info Suisse unter der Nummer 145.