Alpenrose und Gartenrhododendron
In den Schweizer Alpen blühen zwei einheimische Arten: die Rostblättrige Alpenrose (Rhododendron ferrugineum) auf sauren Böden und die Behaarte Alpenrose (Rhododendron hirsutum), die auch im Kalkgebirge vorkommt. Beide sind sehr frosthart. Die Rhododendren im Garten gehen dagegen meist auf asiatische und nordamerikanische Arten zurück und sind Hybriden.
Azaleen gehören botanisch ebenfalls zur Gattung.
Boden und Wurzeln
Rhododendren wurzeln flach und brauchen unbedingt sauren, humosen Boden. Auf kalkhaltigen Lehmböden im Mittelland erreichen sie ohne Vorbereitung nicht die gewünschte Wuchskraft. Tauschen Sie das Pflanzloch gegen Rhododendronerde aus oder wählen Sie kalkverträglichere Sorten.
- Nicht tiefer pflanzen, als der Ballen im Topf stand.
- Mulch aus Laub oder Rinde hält die Feuchte im Boden.
- Regenwasser eignet sich besser als hartes Leitungswasser.
Blüte und Spätfrost
Je nach Sorte blüht ein Rhododendron zwischen April und Juni. Knospen leiden bei Spätfrost; schützen Sie Pflanzen in den Tagen um die Eisheiligen mit einem Vlies. Immergrüne Arten verlieren im Winter Wasser über die Blätter und sollten an frostfreien Tagen gegossen werden.
Das Wort Rhododendron setzt sich aus den griechischen Wörtern für Rose und Baum zusammen. Der Strauch kann je nach Art von wenigen Dezimetern bis zu mehreren Metern hoch werden. Wer wenig Platz hat, wählt kompakte Zwergformen. Im Mittelland gedeihen Rhododendren dort besonders gut, wo der Boden von Natur aus sauer und feucht ist; in trockenen Lagen leiden sie rasch.
Giftig für Menschen und Tiere
Blätter, Nektar und Pollen enthalten Grayanotoxine, die das Herz beeinflussen können. Die ASPCA nennt die Pflanze für Hunde, Katzen und Pferde giftig. Bei Verdacht rufen Sie für Menschen Tox Info Suisse (145), für Tiere die Tierarztpraxis.