Von Ostasien ins Schweizer Beet
Chrysanthemen stammen aus Ostasien. In China werden sie seit rund 1600 Jahren gezogen, und schon im 11. Jahrhundert waren dort Dutzende Sorten beschrieben. Nach Europa kamen die ersten Pflanzen gegen Ende des 17. Jahrhunderts; richtig verbreitet haben sie sich, nachdem der Pflanzenjäger Robert Fortune 1862 japanische Sorten mitbrachte.
Heutzutage kennt man tausende Züchtungen, vom einfachen Margeritenkopf bis zum dichten Ball.
Auf Wochenmärkten und in Gärtnereien der Deutschschweiz stehen die ersten Töpfe schon im Spätsommer bereit. Beim Kauf lohnt sich ein Blick auf die Knospen: Sind viele noch geschlossen, haben Sie länger Freude an der Pflanze. Gelbe Blätter am Fuss oder ein trockener Ballen deuten dagegen auf einen zu langen Aufenthalt im Verkauf hin.
Warum sie erst im Herbst blüht
Die Pflanzen reagieren auf die Tageslänge: Erst wenn die Nächte länger werden, bilden sie Knospen. Im Mittelland und in den Voralpen fällt das in den September und Oktober, und die Blüte reicht oft bis zu den ersten kräftigen Frösten. Gärtnereien steuern das Licht und liefern deshalb auch im Frühling Schnittware, doch im Freien gehört die Chrysantheme eindeutig in die kühle Jahreszeit.
Als Schnittblume
- Stiele frisch und schräg kappen, Laub unter Wasser entfernen.
- Wasser alle zwei, drei Tage wechseln.
- Kühl und fern von Heizung und Obstschale stellen.
So halten die Stiele meist zehn bis vierzehn Tage, mehr als bei den meisten anderen Schnittblumen. Wählen Sie Bunde, deren Blüten fest geschlossen oder erst halb geöffnet sind.
Giftig für Hund und Katze
Chrysanthemen enthalten Pyrethrine. Laut ASPCA sind sie für Hunde, Katzen und Pferde giftig; möglich sind Erbrechen, Durchfall und vermehrter Speichelfluss. Bei Verdacht ruft man die Tierarztpraxis an. Empfindliche Menschen können auf den Saft mit Hautreizungen reagieren, wie bei manchen anderen Korbblütlern.