Zwei Arten gehören zur Schweizer Flora
Wild wachsen in der Schweiz die Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba) und die Alpen-Waldrebe (Clematis alpina). Die Gewöhnliche Waldrebe klettert an Waldrändern und in Hecken, ihre Früchte tragen lange, federartige Griffel, die im Herbst wie Haarschöpfe aussehen. Die Alpen-Waldrebe wächst in Bergregionen.
Beide gehören zu den Hahnenfussgewächsen. Als Neophyt hat sich ausserdem die Mongolische Waldrebe (Clematis tangutica) ausgebreitet.
Kletterkünstler ohne Haftwurzeln
Klematis sind meist verholzende Kletterpflanzen und erreichen zwei bis sechs Meter. Sie halten sich mit Blattstielen fest, die sich um dünne Stützen schlingen. Eine Kletterhilfe mit Stäben von höchstens etwa zwei Zentimetern Dicke genügt, glatte Wände nützen nichts. Die Blüten haben vier bis fünf, selten bis acht Blütenhüllblätter, die wie Kronblätter wirken.
In Gärten findet man weisse, rosa, rote, blaue und violette Sorten mit bis zu 20 Zentimetern Durchmesser.
Der Schnitt hängt von der Gruppe ab
- Frühblühende Arten wie Alpina und Montana blühen am alten Holz und werden nur nach der Blüte ausgelichtet.
- Grossblumige Sorten, die zweimal blühen, kürzt man im Spätwinter leicht.
- Spätblühende Sorten blühen am neuen Trieb und werden im Frühjahr stark zurückgeschnitten.
Eine ältere Klematis lässt sich nach Bedarf verjüngen. Bei Unklarheit über die Schnittgruppe beobachtet man im ersten Jahr, wann sie blüht. Blüht sie vor Juni, gehört sie zu den Frühblühern und wird nur nach der Blüte beschnitten.
Vorsicht beim Saft
Klematis enthalten im Saft Protoanemonin, das die Haut reizen kann. Beim Schneiden sind Handschuhe sinnvoll. Die ASPCA führt Klematis als giftig für Hunde, Katzen und Pferde mit Speicheln, Erbrechen und Durchfall. Bei Verdacht auf eine Vergiftung gibt Tox Info Suisse unter 145 Auskunft, bei Tieren die Tierarztpraxis.