Wilde Verwandte im Nahen Osten
In der Natur wächst die Hyazinthe zwischen der Südtürkei und Nordisrael. Ihre Blüten sitzen dort lose an der Spindel und sind violett. Die kompakten, fast zylindrischen Trauben im Blumenladen und im Garten verdanken wir der Zuchtarbeit mehrerer Jahrhunderte, die besonders in den Niederlanden stattfand.
Wer eine Hyazinthe im Haus hat, besitzt übrigens ein Spargelgewächs, auch wenn man es der Pflanze nicht ansieht.
Wann sie in der Schweiz blüht
Im Garten öffnen sich die Blüten je nach Höhenlage im März bis April. Am Genfersee und im Tessin geht es meist etwas früher los, in den Voralpen später. Im Haus dagegen kann man den Zeitpunkt selbst lenken: Wer vorgekühlte Zwiebeln im Herbst ansetzt, hat die Blüte schon im Advent.
Gartenkultur und Zimmerkultur
- Im Garten die Zwiebeln im Oktober oder November setzen, solange der Boden noch offen ist, etwa 12 Zentimeter tief.
- Durchlässige Erde ist wichtig, denn stehende Nässe lässt die Zwiebeln faulen.
- Im Haus eine Schale oder ein Hyazinthenglas verwenden und zunächst einige Wochen an einen kühlen, dunklen Ort stellen.
- Die Pflanze wird 20 bis 30 Zentimeter hoch und hält in der Vase oder im Topf etwa fünf bis acht Tage.
Winterhart sind die Zwiebeln im Boden zwar, doch ab dem zweiten Jahr sitzen die Blüten meist weniger dicht.
Vorsicht bei Zwiebel und Saft
Die Zwiebel enthält die höchste Konzentration an Giftstoffen, aber die ganze Pflanze gilt als giftig. Der Saft reizt die Haut, deshalb tragen Sie beim Setzen besser Handschuhe. Die ASPCA stuft die Hyazinthe für Pferde, Hunde und Katzen als giftig ein. Wenn jemand Zwiebelteile gegessen hat, erreichen Sie Tox Info Suisse jederzeit unter 145.
Bei einem Notfall mit Atemnot wählen Sie 144, bei Tieren hilft die Tierarztpraxis.