Eine Pflanze mit Wasserspeicher
Die Grosse Fetthenne (Hylotelephium telephium) gehört zu den Dickblattgewächsen, wie das Mauerpfeffer-Geschlecht Sedum. Ihre dicken Blätter speichern Wasser, deshalb übersteht sie Trockenzeiten gut. Die Pflanze wird etwa 25 bis 50 Zentimeter hoch und blüht von Juli bis September in grünlichem Gelb, Gelb oder Purpur, je nach Unterart.
Sie wächst auf trockenen Mauern, Felsen, an Waldrändern und Feldrainen und kommt fast in ganz Europa vor.
Oben abgestorben, unten bereit
Im Herbst sterben die oberirdischen Teile ab. Die verdickte Wurzel und die Überwinterungsknospen bleiben im Boden und treiben im Frühjahr rasch wieder aus. Das erklärt, warum die Fetthenne auch kalte Winter in den Voralpen und Alpentälern übersteht, solange der Boden nicht dauernd nass ist.
Im Garten
- Sonne und durchlässiger, eher magerer Boden.
- Wenig giessen, Staunässe vermeiden.
- Verblühte Stände dürfen stehen bleiben, sie sind im Winter dekorativ.
- Im Frühjahr kann man grosse Horste teilen.
Sedum-Arten werden häufig für extensive Dachbegrünungen genutzt, weil sie auch auf dünner Substratschicht wachsen.
Insekten
Im Spätsommer sind die Blütenstände ein Treffpunkt für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. In der Natur ist die Schwebfliege Cheilosia semifasciata als Blattminierer an der Pflanze bekannt.
Die Pflanze gehört zu den Arten, die auch in Steingärten und auf Trockenmauern gedeihen. Als Schnittblume halten die Stiele sieben bis vierzehn Tage, wenn sie frisch angeschnitten werden.
Ist Fetthenne giftig?
Die ASPCA hat die Grosse Fetthenne nicht selbst bewertet. Für die verwandte Weisse Fetthenne (Sedum album) nennt sie keine Giftigkeit für Hunde und Katzen. Wer Tiere hat, sollte sie dennoch nicht ständig daran knabbern lassen.