Woher das Rot kommt
Reinrote Wildlilien gibt es in Mitteleuropa kaum. Am nächsten kommt die Feuerlilie (Lilium bulbiferum), die in den Alpen bis in höhere Lagen wächst und orangerot blüht. Die roten Gartensorten entstanden vor allem durch Kreuzung Asiatischer Hybriden. Diese öffnen früh im Sommer, sind aufrecht gebaut und duften kaum.
Rot im Beet
Rot braucht Platz und einen ruhigen Hintergrund. Silbrige Blätter oder weisse Begleiter lassen die Farbe leuchten, während zu viele bunte Nachbarn sie schlucken. In voller Sonne wirkt das Rot am kräftigsten, im Halbschatten dunkler und etwas gedämpft, dafür hält es länger.
- Zwiebeln im Herbst setzen, etwa dreimal so tief wie hoch.
- Hohe Stiele früh anbinden, damit Wind und Gewitter sie nicht knicken.
- Das Lilienhähnchen, ein roter Käfer, frisst Blätter; Absammeln hilft.
In der Vase und zu Festen
Dunkle Blüten sind fleckenanfällig, wenn Pollen auf helle Tischtücher fällt. Entfernen Sie die Staubbeutel deshalb beim Binden. Rot steht traditionell für Leidenschaft und Herzlichkeit; Lilien in dieser Farbe sieht man oft beim Fest zum Muttertag, der in der Schweiz auf den zweiten Sonntag im Mai fällt.
Im Topf auf dem Balkon eignen sich kompakte rote Lilien, die höchstens einen Meter erreichen. Setzen Sie je Gefäss mehrere Zwiebeln, drei bis fünf in einem Topf von etwa vierzig Zentimetern Durchmesser, und stellen Sie den Topf im Winter an eine geschützte Hauswand. Bei andauerndem Frost kann es sinnvoll sein, das Gefäss mit Jute zu umwickeln.
In den Berggemeinden mit harten Wintern ziehen manche Gärtner Lilien lieber im Beet als im Kübel.
Wichtig bei Tieren und Kindern
Katzen reagieren auf jede Lilie mit hohem Risiko für Nierenversagen. Fragen zu Pflanzenvergiftungen bei Menschen beantwortet Tox Info Suisse jederzeit unter 145; für Katzen ist die Tierarztpraxis die richtige Adresse.