Rot ist eigentlich Orange und Braunrot
Die Garten-Ringelblume blüht von Natur aus gelb bis orangegelb. Ein klares Signalrot gibt es nicht. Durch Züchtung entstanden Sorten, die in warmem Orange, Kupfer oder Mahagoni leuchten, manche mit rotbrauner Blütenrückseite. ‚Indian Prince‘ ist eine solche Sorte mit orangeroten Zungenblüten, die auf der Rückseite dunkler gestreift sind.
Wer auf ein kräftiges Rot hofft, sollte die Bilder der Gärtnerei prüfen.
Warum die Farbe wechselt
Bei kühlem Wetter im Herbst sind die Töne oft satter, bei grosser Hitze im Hochsommer hellen sie auf. Das gilt für viele Zuchtformen mit Rotanteil. Gefüllte Sorten wirken besonders dicht, einfache öffnen eine flache Schale mit sichtbarer Mitte.
Kombination und Anlässe
- Rotorange Ringelblumen passen zum Herbst, etwa zu Kürbis und Gräsern.
- Mit blauen Kornblumen ergeben sie einen kräftigen Kontrast.
- Für den Strauss schneiden Sie die Stiele morgens früh an.
Man verschenkt sie als Sommerblumen eher locker, weniger als formelles Geschenk. Sie halten in der Vase fünf bis acht Tage.
Giftigkeit
Calendula officinalis ist nach ASPCA für Hunde und Katzen nicht giftig. Menschen mit Allergie gegen Korbblütler sollten die Blüten nicht essen. Bei Fragen zu Pflanzenvergiftungen ist Tox Info Suisse unter 145 erreichbar.
Aussaat und Ernte
Das Saatgut keimt schnell, sobald die Erde warm ist. Im Schweizer Mittelland säen Sie ab Mitte Mai direkt ins Beet, im Tessin und am Genfersee geht es früher. Dünnen Sie die Sämlinge auf zwanzig Zentimeter Abstand aus. Dunkle Sorten lassen sich gut mit Tagetes oder Zinnien kombinieren, wenn Sie ein Farbbeet im Spätsommer anlegen.
Reife Samen sammeln Sie für das nächste Jahr in einer Papiertüte.