Rot ist eine Zuchtfarbe
In der Natur überwiegt bei der Vielblättrigen Lupine Blauviolett. Rote und rosa Töne gibt es erst durch die Züchtungen des Engländers George Russell. Rote Sorten sind daher selten ein reines Rot, sondern oft Ziegelrot, Karminrot oder Rot mit Gelb oder Weiss. Manche Blüten sind zweifarbig und erscheinen im Verlauf der Kerze sehr unterschiedlich.
Wer Rot sucht, wählt am besten Sorten aus der Russell-Gruppe in einer Gärtnerei und achtet auf Pflanzen mit Namen und Farbbezeichnung.
Pflanzung und Pflege
Lupinen brauchen Sonne und einen lockeren, kalkarmen Boden. Auf schwerem, nassem Lehm bleiben sie kurzlebig. Pflanzen Sie junge Pflanzen im Frühjahr oder Herbst und halten Sie sie im ersten Jahr feucht.
- Lupinenblattläuse treten im Frühsommer auf. Spülen Sie sie ab oder fördern Sie Marienkäfer.
- Dunkle Flecken an Stielen und Blättern deuten auf Pilzkrankheiten hin. Kranke Teile entfernen und nicht kompostieren.
- Nach der Blüte schneiden Sie die Kerzen bodennah ab.
Eine invasive Verwandte
Die Vielblättrige Lupine gehört zu den invasiven Neophyten, die in der Schweiz auf der Schwarzen Liste stehen. Gartenform und Wildform kreuzen sich. Verhindern Sie darum den Samenansatz.
Wer eine zusammenhängende Farbfläche möchte, pflanzt mehrere Lupinen derselben Sorte in einem Abstand von etwa 40 Zentimetern. Zweifarbige Sorten wirken im Mischbeet auffälliger, einfarbige in Gruppen. Beides lässt sich gut mit Gräsern auflockern.
Giftige Pflanzenteile
Chinolizidin-Alkaloide stecken in der ganzen Pflanze, am meisten in den Samen. Kinder sollten die Hülsen nicht anfassen. Tox Info Suisse erreichen Sie unter 145, für Tiere gilt die Tierarztpraxis.