Goldgelb im Gras
Hahnenfuss wächst als Staude von rund dreissig Zentimetern bis über einen Meter Höhe. Die glänzend gelben Blüten messen bis zu zweieinhalb Zentimeter. Von Mai bis in den Herbst zeigt er sich auf nährstoffreichen Wiesen, verbreitet in fast ganz Eurasien. Mancherorts nennt man ihn Butterblume, ein Name, den auch andere gelbe Wiesenblumen tragen.
In naturnahen Blumenwiesen gehört er zum typischen Artenbestand und bietet Insekten Nektar. Gemäht wird dort erst nach der Samenreife.
Woran man ihn erkennt
- Stängel stehen aufrecht und verzweigen sich.
- Die unteren Blätter sind handförmig tief eingeschnitten, die oberen schmal.
- Pro Blüte fünf glänzende Kronblätter.
- Wurzeln, die bis etwa einen halben Meter tief reichen.
Das lateinische acris heisst scharf und verweist auf den brennenden Pflanzensaft.
Von ähnlichen gelben Blumen, etwa dem Löwenzahn, unterscheidet er sich durch die verzweigten Stängel und die fünf Kronblätter.
Giftig auf der Weide, harmlos im Heu
Giftstoffe stecken in der ganzen Pflanze, am stärksten in der Wurzel: Dort liegt Ranunculin vor, aus dem beim Zerdrücken der Wirkstoff Protoanemonin entsteht. Er reizt Haut und Schleimhäute. Weidetiere lassen den Hahnenfuss deshalb stehen, und er breitet sich auf Weiden stark aus. Beim Trocknen verliert sich die Wirkung weitgehend, im Heu ist er praktisch ohne Gefahr.
Für Mensch und Tier
Die ASPCA zählt Ranunkeln zu den Giftpflanzen für Pferde, Hunde und Katzen; Erbrechen, Durchfall, Speicheln und wunde Stellen im Maul sind mögliche Anzeichen. Der Saft kann bei empfindlicher Haut zu Ausschlag führen. Kommen Kinder mit Pflanzenteilen in Berührung, hilft Tox Info Suisse unter 145.