Die Dichter-Narzisse
Die bekannteste weisse Art ist die Dichter-Narzisse (Narcissus poeticus). Ihre Blütenblätter sind reinweiss, in der Mitte sitzt ein kleiner, gelber Becher mit rotem Rand. Der Duft ist nach Wikipedia sehr intensiv und kann fast betäubend wirken; wer empfindlich ist, stellt sie nicht ins Schlafzimmer.
Ursprünglich stammt die Art aus Südwesteuropa.
Weisse Narzissen sind bei Floristinnen wegen ihres Duftes beliebt, für den Hausgebrauch sollte man jedoch sparsam dosieren. In kleinen Mengen duften sie angenehm, in grossen Sträussen wirkt er schnell aufdringlich. Ein Platz im Flur oder auf einer Anrichte im Wohnraum ist deshalb geeigneter als das Schlafzimmer.
Weitere weisse Formen
- Tazetten tragen mehrere kleine Blüten an einem Stiel.
- Weisse Trompetennarzissen sind grosse Züchtungen mit weissem oder cremefarbenem Kranz.
- Sorten mit hellem Becher in Weiss, Gelb oder Orange sorgen für Abwechslung.
Wenn Sie ein reines Weiss möchten, schauen Sie beim Kauf auf die Sortenbezeichnung, denn viele «weisse» Narzissen haben gelbe Töne in der Mitte.
Im Garten und im Topf
Zwiebeln kommen im Herbst in lockeren, nicht zu nassen Boden. Weisse Sorten setzt man gern vor dunkles Laub oder eine Hecke. Zusammen mit Traubenhyazinthen oder Tulpen ergibt sich ein kühles Frühlingsbild. Wegen der kräftigen Duftstoffe sind sie gut für das Gartenbeet, weniger für kleine Räume.
Giftig für Mensch und Tier
Narzissen enthalten Alkaloide wie Lycorin, am meisten in der Zwiebel. Im Verdachtsfall hilft Tox Info Suisse unter 145. Auch für Hunde, Katzen und Pferde sind sie laut ASPCA giftig, unabhängig von der Blütenfarbe; bei Verdacht gehört das Tier zur Tierarztpraxis.