Gibt es einen roten Jasmin?
Die verbreiteten Jasmine blühen weiss oder gelb. Rot erscheint höchstens an den Knospen des Zimmerjasmins (Jasminum polyanthum), die kräftig rosa gefärbt sind. Eine Art mit dunkelrosa bis rötlichen Blüten ist Jasminum beesianum aus China; sie ist im Handel selten. Wird eine Pflanze als roter Jasmin angeboten, lohnt der Blick auf den botanischen Namen.
Wo der Name täuscht
Der Begriff Jasmin wird für viele Pflanzen benutzt, die damit nichts zu tun haben, etwa den Pfeifenstrauch mit weissen Blüten im Frühsommer oder den Sternjasmin. Auch rotblühende Kletterpflanzen aus anderen Familien verkaufen sich unter dem Namen. Das Etikett zeigt, ob die Pflanze wirklich zur Gattung Jasminum gehört.
Farbe an Knospen und Blättern
Die Knospenpracht des Zimmerjasmins ist das, was einem roten Eindruck am nächsten kommt: Karminrosa Knospen öffnen sich zu weissen Sternen, dann verblasst die Farbe. Mit einer kühlen Phase im Herbst setzt die Pflanze mehr Knospen an.
Manche rotblühende Kletterpflanzen werden im Handel zusätzlich Jasmin genannt. Das ist ein Verkaufsname und keine botanische Verwandtschaft. Wenn Sie genau wissen möchten, was Sie kaufen, fragen Sie in der Gärtnerei nach dem lateinischen Namen. Daran erkennen Sie, ob es sich wirklich um die Gattung Jasminum handelt.
Praktische Hinweise
- Zimmerjasmin im Winter hell und kühl halten, bevor er ins Warme kommt.
- Frost verträgt keiner der genannten Jasmine.
- Rückschnitt nach der Blüte, nicht im Herbst.
Haustiere
Gemäss ASPCA ist die Gattung Jasminum für Hunde und Katzen ungiftig. Für andere Pflanzen, die als roter Jasmin verkauft werden, gilt das nicht automatisch.