Rot heisst hier Purpur
Eine leuchtend rote Magnolie kennt die Botanik nicht. Die roten Sorten bewegen sich zwischen Dunkelrot, Purpur und Violett. Die bekannteste ist die Purpur-Magnolie (Magnolia liliiflora), ein kleiner Strauch aus China mit aussen tief purpurnen und innen helleren Blüten. Sie zählt zudem zu den Eltern der Tulpen-Magnolie.
Spät blühende Kreuzungen
Wer Spätfrost fürchtet, wählt Sorten, die erst nach den Eisheiligen öffnen. Beliebt ist 'Susan', eine Kreuzung aus Purpur- und Stern-Magnolie. Sie bleibt kompakt und blüht später als die reine Stern-Magnolie. Für Gärten im Mittelland und in den Voralpen sind solche Hybriden oft die verlässlichere Wahl.
Gut zu wissen: Auch bei diesen Hybriden gilt, dass ein später Frost Blütenknospen schädigen kann. Eine ruhige, windgeschützte Lage senkt das Risiko deutlich.
Standort
- Sonne bis Halbschatten, windgeschützt.
- Humusreicher, frischer, durchlässiger Boden.
- Genug Abstand zu Wegen, damit sich die flachen Wurzeln ausbreiten können.
Im ersten Jahr nach der Pflanzung braucht der Strauch bei Trockenheit regelmässig Wasser und etwas Mulch als Schutz der flachen Wurzeln.
Wirkung im Garten
Dunkle Blüten brauchen einen hellen Hintergrund. Vor einer weiss gestrichenen Wand oder zwischen hellen Frühlingsblühern leuchten sie am stärksten. Erst wenn die Blüten verblüht sind, treiben die Blätter aus; im Herbst werden sie gelb.
Giftigkeit
Magnolien gelten höchstens als leicht giftig. Die ASPCA stuft die Stern-Magnolie als unbedenklich für Pferde, Hunde und Katzen ein; zur Purpur-Magnolie gibt es dort keine eigene Angabe. Ein vorsichtiger Umgang ist deshalb sinnvoll.
Zeigt Ihr Tier Beschwerden, hilft die Tierarztpraxis weiter.