Die weisse Urform
Weiss ist die Naturfarbe der Gattung. Bei der Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare) stehen die Blüten einzeln auf 30 bis 80 Zentimeter hohen Stielen, bei der Strauchmargerite sitzen viele Köpfe an dichten Zweigen. Beide wirken schlicht und fröhlich und passen zu Gräsern, Rittersporn und Salbei.
Wiese oder Balkon
Die Wiesen-Margerite braucht einen nährstoffarmen, sonnigen Boden. Ein Wiesenstück, das nur ein- bis zweimal pro Jahr geschnitten wird, begünstigt sie. Das ist auch der Grund, weshalb sie in artenreichen Magerwiesen vorkommt. Die Strauchmargerite gedeiht in einem Topf mit Dünger und regelmässigem Wasser.
Weisse Margeriten im Strauss
- Als Schnittblume halten sie fünf bis acht Tage.
- Stiele schräg anschneiden und das Wasser häufig wechseln.
- Ihre schlichte Form passt zu Landhaus-Sträussen.
Bedeutung
Weisse Margeriten gelten traditionell als Zeichen für Unschuld und Bescheidenheit. Als Blumenorakel zupften Kinder früher die Blütenblätter ab.
In einer Blumenwiese wirken weisse Margeriten am schönsten zusammen mit Wiesensalbei und Witwenblume. Wer eine Wiese anlegen will, sät im Spätsommer oder Frühling auf mageren Boden. Dünger bremst die Blumen, weil Gräser dann überhandnehmen. Mähen Sie erst nach der Samenreife, damit sich die Pflanzen im nächsten Jahr wieder entfalten.
Wer eine Wiese erhalten möchte, lässt einzelne Streifen ungemäht stehen. Die Margerite dient als Nahrungsquelle für Wildbienen, Schwebfliegen und Käfer, die ihre offenen Blüten gern besuchen. Auch Schmetterlinge nutzen sie. Ein kleiner Wildblumenstreifen am Rand von Garten oder Balkon trägt deshalb viel zur Artenvielfalt bei.
Giftigkeit
Die ASPCA führt Margeriten als giftig für Hunde und Katzen auf. Beim Zurückschneiden entsteht kaum Gefahr für Menschen, doch bei empfindlicher Haut sind Handschuhe sinnvoll.