Ein Zufallsfund in Shirley
Pfarrer William Wilks, ein Engländer, entdeckte im 19. Jahrhundert beim Dorf Shirley südlich von London einen einzelnen Klatschmohn mit hellem Blütenrand. Er sammelte und selektierte über Jahre die Samen dieser Pflanzen. Daraus entstand ein Sortiment von Weiss über Lila und Rosa bis Rot, das seitdem als Shirley-Mohn geführt wird.
Was ihn vom Wildmohn trennt
Entscheidend ist die Mitte: Dem Shirley-Mohn fehlt der schwarze Fleck am Blütenblattgrund. Die Formen reichen von einfach über halb gefüllt bis gefüllt, einige Blüten haben einen Rand in anderer Nuance. Botanisch bleibt es Papaver rhoeas, also dieselbe Art wie am Wegrand.
Sorten und Aussaat
Zu den bekannten Auslesen zählen 'Mother of Pearl' in perlmuttartigen Tönen, 'Cedric Morris' und 'Angels' Choir'. Eine Samenmischung ergibt nie dasselbe Ergebnis, gerade das macht ihren Reiz aus.
- Im Frühjahr gleich am Platz aussäen und kaum bedecken.
- Sonnig und durchlässig lautet das Motto.
- Nicht verpflanzen.
Im Beet kommen rosa Mohnblumen neben Rittersporn, Margeriten und Ziergräsern gut zur Geltung. Jede Blüte hält nur kurz, die Pflanze liefert jedoch wochenlang Nachschub. Wer sie schneiden will, tut dies in der Frühe, wenn sich die Knospen gerade öffnen, und stellt die Vase an einen kühlen Ort, denn bei Mittagshitze fallen die zarten Blätter schnell ab.
Hinweis
Auch Shirley-Mohn gilt als schwach giftig, am meisten sein Milchsaft. Hunde reagieren laut Pet Poison Helpline mit Magenproblemen und Mattigkeit, halten Sie Tiere deshalb fern.