Was unter Jasmin verkauft wird
In der Gattung Jasminum, die zu den Ölbaumgewächsen gehört, gibt es über 200 Arten. Im Haus steht fast immer Jasminum polyanthum, der Zimmerjasmin aus Südwestchina. Seine Triebe winden sich um Stäbe, und im Winter öffnen sich zahlreiche weisse Sterne aus rosa Knospen. Verwechseln Sie ihn nicht mit dem Pfeifenstrauch (Philadelphus), der im Garten als Bauernjasmin geht und ebenfalls duftet, botanisch aber zu den Hortensiengewächsen zählt.
Der Jahresablauf des Zimmerjasmins
Damit Knospen entstehen, braucht die Pflanze einige Wochen Kühle bei etwa zehn bis fünfzehn Grad, zum Beispiel in einem hellen Treppenhaus oder einem ungeheizten Wintergarten. Danach darf sie in ein wärmeres Zimmer, wo sie meist zwischen Januar und März blüht. Während des Wachstums halten Sie die Erde gleichmässig feucht, Staunässe führt aber zu Wurzelfäule.
Nach der Blüte gönnt ihr ein Rückschnitt neuen Austrieb.
Draussen nur mit Vorsicht
Der Zimmerjasmin ist nicht winterhart. In milden Lagen wie dem Tessin oder am Genfersee sind Kübelpflanzen auf geschützter Terrasse im Sommer gern gesehen; vor dem ersten Frost müssen sie aber wieder hinein.
Beim Kauf achten Sie auf Knospen, die noch geschlossen sind und möglichst viele Triebe tragen. Eine Pflanze mit gelben Blättern oder trockenen Spitzen hat meist zu lange im Warmen gestanden. Zu Hause stellen Sie den Topf zunächst kühl, damit die Knospen nicht abfallen, und gewöhnen ihn nur langsam an ein warmes Zimmer.
Eine Rankhilfe aus Draht oder Bambus gibt dem Kletterer Halt.
Weitere Arten
- Der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) blüht gelb vor dem Laub und verträgt Frost.
- Der Echte Jasmin (Jasminum officinale) duftet an Sommerabenden weiss.
- Jasminum sambac liefert in Asien das Aroma für Tee.
Duft und Haustiere
Das Wort Jasmin geht über das Arabische auf das persische yasmin zurück. Nach Angaben der ASPCA gelten Jasmine der Gattung Jasminum als ungefährlich für Hunde, Katzen und Pferde. Das betrifft nur echte Jasmine, nicht jede Pflanze, die den Namen trägt.