Eine robuste Einjährige
Calendula officinalis ist ein einjähriges Korbblütengewächs von 30 bis 50 Zentimetern Höhe. Sie blüht von Juni bis Oktober in dottergelben bis orangegelben Tönen, als einfache oder gefüllte Form. Man findet sie in Bauerngärten, an Wegrändern und als Schnittblume. Sie stellt kaum Ansprüche an den Boden und kommt mit einem normalen, nährstoffreichen Gartenboden gut zurecht.
Aussaat im Schweizer Garten
- Säen Sie nach den Eisheiligen Mitte Mai direkt ins Beet, wenn kein Spätfrost mehr droht. Im Mittelland ist das üblich, im Tessin geht es früher.
- Wählen Sie einen sonnigen Platz; Halbschatten geht auch.
- Schneiden Sie Verblühtes regelmässig ab, dann entstehen neue Knospen bis in den Herbst.
- Lassen Sie ein paar Köpfe ausreifen, sie säen sich oft selbst wieder aus.
Inhaltsstoffe und traditionelle Nutzung
In den Blüten stecken Flavonoide, Karotinoide und Saponine. Seit langem werden Zubereitungen daraus äusserlich bei Hautreizungen und kleinen Wunden verwendet. Zu beachten ist: Wer gegen Korbblütler wie Arnika oder Kamille allergisch ist, sollte vorsichtig sein. Früher färbte man mit den Blütenblättern Butter und Käse.
Vase und Haustiere
Als Schnittblume hält sie sich fünf bis acht Tage. Wählen Sie Blüten, die gerade aufgegangen sind. Laut ASPCA gilt die Ringelblume nicht als giftig für Hunde und Katzen. Zeigt Ihr Tier Auffälligkeiten, ist die Tierarztpraxis die richtige Anlaufstelle.
Ringelblume in der Vase
Die kräftigen Köpfe halten sich in der Vase fünf bis acht Tage. Sie duften leicht herb und passen zu Bauerngartensträussen mit Rittersporn, Kornblumen und Schafgarbe. Entfernen Sie Blätter, die ins Wasser ragen, denn sie faulen rasch und trüben das Wasser. Da die Pflanze ständig neue Knospen bildet, können Sie sie im Garten wiederholt schneiden, ohne dass sie leidet.