Weiss ist selten in der Natur
Die Wildform des Gewöhnlichen Flieders blüht violett. Weiss ist in der Natur eher die Ausnahme, in Gärten aber längst etabliert. Nach der Wikipedia zählen Weiss und Rosa zu den typischen Gartenfarben. Berühmt ist die Sorte 'Madame Lemoine', ein Klassiker mit gefüllten, reinweissen Blüten aus der französischen Züchterfamilie Lemoine.
Daneben gibt es einfach blühende weisse Sorten, die luftiger wirken.
Beim Kauf eines Strauchs lohnt der Blick aufs Etikett: Sorten mit gefüllten Blüten wirken schwerer, einfache Sorten luftiger. Ein weisser Flieder braucht wie jeder andere drei bis fünf Jahre, bis er reich blüht, wenn er jung gepflanzt wird. Geduld zahlt sich also aus.
Weisser Flieder in der Vase
Im Frühling, also im Mai, kann man Zweige im eigenen Garten schneiden. Schneiden Sie früh am Tag, wenn der Strauch noch kühl ist, und stellen Sie die Zweige sofort in kaltes Wasser. Frische Fliederzweige halten nur wenige Tage. Wer Flieder in der kalten Jahreszeit findet, hat es meist mit Treibware aus beheizten Kulturen zu tun.
Weiss im Garten
- Weisse Sorten leuchten besonders in der Dämmerung und vor dunklen Hecken.
- Setzen Sie den Strauch an einen sonnigen Platz, er braucht durchlässigen, nicht zu nassen Boden.
- Schneiden Sie nach der Blüte, nie im Spätsommer.
- Ein Platz in Terrassennähe lässt den Duft ins Haus ziehen.
Duft und Sicherheit
Der Duft ist stark und süss; wer empfindlich auf Blütenduft reagiert, stellt keine grossen Sträusse ins Schlafzimmer. Der Gewöhnliche Flieder gilt nicht als giftig. Tox Info Suisse gibt unter 145 Auskunft, wenn dennoch etwas verschluckt wurde.