Blumen zum Vatertag: was Vätern wirklich gefällt
Am ersten Sonntag im Juni ist in der Schweiz Vätertag. Der Tag ist jünger und leiser als der Muttertag, und genau deshalb bleibt ein Strauss für den Vater in Erinnerung: Er kommt überraschend. Auf dieser Seite erfahren Sie, welche Blumen zu Männern passen, wie Sie den Sonntag mit der Lieferung umschiffen und was auf die Karte gehört.
Ein Strauss für den Vater, geliefert am Wunschtag in der ganzen Schweiz.
Blumen jetzt bestellenErster Sonntag im Juni: der Schweizer Vätertag
Anders als der Muttertag hat der Vatertag in der Schweiz kein jahrzehntealtes Fundament. Die Männer- und Väterorganisation männer.ch rief ihn 2007 als Aktionstag ins Leben, und seither gilt die einfache Regel: Vätertag ist immer am ersten Sonntag im Juni. Ein Blick in den Kalender genügt, ein festes Datum gibt es nicht. Die Idee dahinter war nie ein Geschenktag, sondern Wertschätzung für Väter, die im Alltag präsent sind. Blumen passen trotzdem gut dazu, denn sie sagen genau das, ohne grosse Worte.
Wer Verwandte jenseits der Grenze hat, muss umdenken. In Deutschland wird der Vatertag an Auffahrt gefeiert, also an einem Donnerstag im Mai oder Juni. Österreich hat den zweiten Sonntag im Juni gewählt, Frankreich den dritten. In Italien und in Liechtenstein ist der Josefstag am 19. März der Tag der Väter. Ein Strauss am Schweizer Datum kommt in Mailand oder Vaduz also fast drei Monate zu spät.
Blumen für einen Mann? Ja, aber anders gedacht
Die Frage, ob man Männern Blumen schenken darf, stellt sich eigentlich nicht mehr. Die bessere Frage lautet: welche. Ein Strauss, der auf einem Hochzeitstisch stehen könnte, wirkt bei den meisten Vätern deplatziert. Was funktioniert, ist das Gegenteil von zart: wenige, kräftige Stiele, klare Formen, viel Grün und Farben, die man auch in einer Werkstatt oder auf einem Fussballplatz findet. Und oft ist eine Pflanze, die im Garten oder auf dem Balkon weiterlebt, das bessere Geschenk als ein Strauss, der nach einer Woche entsorgt wird.
Fünf Ideen, die bei Vätern ankommen
Sonnenblumen
Sonnenblumen sind die sicherste Wahl überhaupt. Sie sind gross, geradlinig und haben nichts Romantisches. Drei bis fünf Stiele in einer schlichten Glasvase reichen völlig; mehr wirkt schnell wie ein Feld. Anfang Juni stammen Sonnenblumen im Handel noch aus dem Gewächshaus oder aus südlicheren Ländern, die Schweizer Freilandsaison beginnt erst im Hochsommer. Achten Sie beim Kauf auf feste, aufrechte Köpfe mit noch leicht geschlossener Mitte.
Dunkelrote oder orange Rosen
Rote Rosen gelten als Liebeserklärung, aber die Farbe macht den Unterschied. Dunkelrote Rosen in Bordeaux oder Weinrot, kombiniert mit Eukalyptus oder Gräsern, lesen sich als Respekt und Dank. Orange Rosen wirken energisch und fröhlich und passen zu einem Vater, der gern draussen ist. Rosa und Pastell lassen Sie bei dieser Gelegenheit im Regal.
Lilien, aber duftarme
Für einen Vater oder Grossvater, der das Klassische mag, sind Lilien eine festliche Wahl. Greifen Sie zu asiatischen Sorten in Gelb, Orange oder Dunkelrot: Sie duften kaum, während orientalische Lilien eine kleine Stube in Minuten parfümieren. Ein hoher, schlanker Strauss aus drei Lilienstielen und etwas Grün ist elegant und ausgesprochen männlich.
Ein Sommerstrauss in warmen Farben
Anfang Juni ist Übergangszeit: Die Tulpen sind vorbei, die grossen Sommerblumen kommen erst. Wer saisonal schenken will, setzt auf Pfingstrosen in Dunkelrot, auf Löwenmäulchen, Ranunkeln, Schafgarbe und viel Grün. Dahlien gehören trotz ihrer Farben nicht in diesen Strauss, sie blühen in der Schweiz erst ab Juli. Fragen Sie beim Bestellen nach einem gebundenen Strauss in Gelb, Orange und Grün, ohne Rosa, ohne Schleife.
Etwas, das wächst
Viele Väter besitzen keine Vase und wollen auch keine. Für sie ist eine Phalaenopsis-Orchidee in Weiss oder Violett eine gute Lösung: Sie blüht wochenlang und braucht alle sieben bis zehn Tage ein Tauchbad, sonst nichts. Noch alltagstauglicher sind Kräuter oder eine Chilipflanze für den Balkon, pünktlich zur Grillsaison. Wie Topfpflanzen länger halten, steht in unseren Pflegetipps.
Vom Sonnenblumenstrauss bis zur Orchidee: Blumen für Väter in der ganzen Schweiz.
Sträusse ansehenWelcher Strauss zu welchem Vater?
- Der Bastler mit Werkstatt: Sonnenblumen oder ein Strauss aus Gräsern und Grün, in einem Einmachglas statt in einer Vase.
- Der Wanderer und Velofahrer: ein lockerer Sommerstrauss mit Schafgarbe, Löwenmäulchen und Kräutern, der nach Wiese aussieht.
- Der Grillmeister: Rosmarin, Thymian und Chili im Topf. Blumen, die er essen kann.
- Der Elegante: drei dunkelrote Rosen oder asiatische Lilien mit Eukalyptus, schlank gebunden.
- Der Grossvater: ein klassischer, bunter Strauss in kräftigen Farben, gern mit Lilien, wenn keine Katze im Haus lebt.
Farben: kräftig statt zart
Die Farbwahl entscheidet, ob ein Strauss männlich wirkt. Gelb, Orange, Rost, Dunkelrot, Weiss und viel Grün funktionieren fast immer. Violett und Blau sind gute Akzente. Hellrosa, Flieder und Pfirsich sind nicht verboten, aber sie brauchen einen Vater, der sie ausdrücklich mag. Im Zweifel: zwei Farben plus Grün, nicht fünf.
Lieferung: der Sonntag ist das Problem
Weil der Vätertag immer auf einen Sonntag fällt, kommt eine Lieferung am Tag selbst in der Schweiz normalerweise nicht in Frage. Das lässt sich einfach lösen:
- Samstag als Liefertag wählen: Bestellen Sie einige Tage vorher und geben Sie den Samstag an. Ein frischer Strauss steht am Sonntag in bester Form.
- Selbst überreichen: Wer zum Brunch eingeladen ist, nimmt den Strauss mit. Bis Samstagmittag bestellt, lässt er sich oft noch am selben Tag abholen oder liefern.
- Vater in einer anderen Stadt: Blumen werden in alle Regionen der Schweiz geliefert, vom Tessin bis zum Jura. Prüfen Sie nur, ob am Samstag jemand zu Hause ist.
Weitere Hinweise zu Bestellung und Lieferzeiten finden Sie in unserem Ratgeber zum Blumenversand. Welche Blume welche Botschaft trägt, erklärt die Blumensprache.
Was auf die Karte gehört
Väter lesen Karten genauer, als man denkt. Ein konkreter Bezug sagt mehr als jede Formel:
- „Danke für jede Velotour, bei der du gewartet hast, bis ich oben war. Alles Gute zum Vätertag!“
- „Du hast mir beigebracht, wie man einen Nagel einschlägt und wann man besser jemanden fragt. Danke, Papi.“
- „Für den Mann, der jeden Match von mir angeschaut hat, auch die schlechten.“
- „Lieber Grosspapi, die Kinder reden immer noch vom Zelten im Garten. Umarmung von uns allen.“
Ein Strauss mit einer solchen Zeile dazu ist das ganze Geschenk. Mehr braucht es am ersten Sonntag im Juni nicht.