Der Name führt in die Irre
Das Alpenveilchen vom Blumenstand kommt nicht aus den Bergen. Seine Heimat sind Anatolien und der östliche Mittelmeerraum, wo Sommer heiss und trocken, Winter mild und feucht sind. Deshalb legt die Pflanze im Sommer eine Pause ein und blüht in der kühlen Jahreszeit. Nach Europa gelangte sie im 17. Jahrhundert.
Frost übersteht sie nicht.
Die Wildart in der Schweiz heisst Europäisches Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens). Man trifft sie in Bergwäldern der Alpen und im Tessin an. Wer ein winterhartes Exemplar für den Garten wünscht, greift stattdessen zum Efeublättrigen Alpenveilchen.
Pflege auf der Fensterbank
- Viel Licht, aber keine Mittagssonne hinter Glas.
- Um 15 Grad herum blüht die Pflanze am längsten; ein geheizter Wohnraum verkürzt die Blütezeit.
- Wasser in den Untersetzer geben und nach einer Viertelstunde abgiessen. Auf der Knolle sollte nie Wasser stehen.
- Verblühtes mitsamt Stiel nahe der Knolle abdrehen.
Im Handel gibt es Sorten mit gefranstem oder gewelltem Blütenrand sowie kleine Miniformen für schmale Fensterbänke. Alle gehen auf Cyclamen persicum zurück.
Sommerruhe
Werden die Blätter im Frühsommer gelb, ist das der normale Beginn der Ruhezeit. Stellen Sie den Topf dann hell und kühl und giessen Sie kaum noch. Im Spätsommer treibt die Knolle wieder aus.
Knolle und Blätter sind giftig
Das enthaltene Saponin Cyclamin macht die Pflanze giftig, am stärksten in der Knolle. Die ASPCA führt sie bei Pferden, Hunden und Katzen auf. Kinder sollten Teile nicht in den Mund nehmen; bei Verdacht berät Tox Info Suisse unter 145.