Das Schwert unter den Blumen
Der lateinische Name Gladiolus heisst übersetzt kleines Schwert und bezieht sich auf die spitzen Blätter. Die Pflanze gehört nicht zu den Lilien, sondern zu den Schwertliliengewächsen, zu denen auch Iris und Krokus zählen. Rund 250 Arten sind bekannt, die meisten wachsen im südlichen Afrika. Die grossen Blüten im Strauss sind das Ergebnis jahrelanger Züchtung.
Von der Knolle zur Blüte
Gladiolen wachsen aus einer Knolle. Gesteckt wird sie im Frühjahr, wenn kein Frost mehr droht, in der Deutschschweiz also nach den Eisheiligen Mitte Mai. Etwa zehn Zentimeter tief und an einem sonnigen Platz mit durchlässiger Erde fühlt sie sich wohl. Gladiolen blühen im Hochsommer. Weil sie frostempfindlich sind, gräbt man die Knollen im Herbst aus, lässt sie trocknen und lagert sie kühl und trocken.
Hohe Stiele brauchen an windigen Plätzen eine Stütze.
Für die Vase
Gekauft wird am besten ein Stiel, dessen unterste Knospen sich gerade öffnen. Die oberen Knospen folgen nach und nach. Wer die obersten Knospen abknipst, lenkt die Kraft in die offenen Blüten. Stellen Sie die Stiele in frisches Wasser und schneiden Sie sie alle paar Tage um einen Zentimeter an.
Giftig für Tiere
Die ASPCA stuft die Gladiole als giftig für Hunde, Katzen und Pferde ein, am stärksten ist die Knolle. Mögliche Folgen sind Speicheln, Erbrechen und Durchfall. Lagern Sie Knollen in einem geschlossenen Karton, und rufen Sie bei Verdacht sofort die Tierarztpraxis an. Wenn ein Kind von einer Pflanze gegessen hat, erreichen Sie Tox Info Suisse unter der Nummer 145.