Wie rosa sind rosa Narzissen?
Eine Narzisse, die vollständig rosa ist, gibt es nicht. Gemeint sind Sorten, deren Nebenkrone, der Becher oder die Trompete in der Mitte, in Lachs, Apricot oder zartem Rosa gefärbt ist. Die Blütenblätter bleiben weiss oder elfenbeinfarben. Je nach Temperatur wirkt die Farbe kräftiger: In kühlen Frühlingen halten sich die Töne länger, in grosser Wärme bleichen sie schneller aus.
Die Trompeten erreichen ihre schönste Farbe meist in der ersten Woche nach dem Aufblühen. Später blasst das Rosa aus, besonders in der Sonne. Wer die Farbe länger erhalten möchte, wählt einen halbschattigen Standort, etwa unter Sträuchern, die erst später im Frühjahr austreiben. Die Sortennamen tragen oft Hinweise auf die Farbe, etwa Wörter wie Rose oder Pink.
Fragen Sie in der Gärtnerei nach der Blütezeit der Sorte, damit die Blüte zu den Tulpen im selben Beet passt.
Platz im Beet
Rosa Becher wirken schön neben Primeln, Traubenhyazinthen und weissen Tulpen. Am besten pflanzen Sie die Zwiebeln in Gruppen von fünf oder mehr, dann bildet die Farbe eine Fläche.
- Pflanztiefe etwa das Dreifache der Zwiebelhöhe.
- Sonne oder Halbschatten, keine Staunässe.
- Laub nach der Blüte welken lassen.
Späte Sorten blühen im Mittelland bis in den Mai hinein, in höheren Lagen noch länger.
Giftigkeit
Wie alle Narzissen enthält auch diese Form Lycorin, besonders in der Zwiebel. Der Pflanzensaft kann die Haut reizen. Nach Verschlucken von Zwiebelteilen wählen Sie bei Menschen Tox Info Suisse unter 145. Laut ASPCA sind Narzissen für Hunde, Katzen und Pferde giftig; informieren Sie die Tierarztpraxis, wenn ein Tier daran gefressen hat.