Name und Herkunft
Die Pflanzen, die im Advent in Töpfen stehen, gehören zur Gattung Hippeastrum, auf Deutsch Ritterstern. Etwa 98 Arten wachsen in Südamerika, in Gebieten mit ausgeprägter Trockenzeit. Die echte Amaryllis (Amaryllis belladonna) ist eine andere Art aus Südafrika. Im Handel sind es überwiegend Hybriden mit Blüten bis zu zwanzig Zentimetern Durchmesser.
Von der Zwiebel zur Blüte
Beim Kauf zählen Gewicht und Festigkeit: Die Zwiebel sollte sich schwer anfühlen und nirgends nachgeben. Setzen Sie sie so in einen nur wenig grösseren Topf, dass etwa die Hälfte bis zwei Drittel aus der Erde schaut, und giessen Sie anfangs sparsam. Sobald der Stiel erscheint, wächst er schnell; drehen Sie den Topf regelmässig, damit er gerade bleibt.
Bei Zimmerwärme blüht die Pflanze nach etwa sechs bis acht Wochen.
Nach der Blüte
- Den verblühten Stiel abschneiden, die Blätter aber stehen lassen.
- Im Sommer düngen, im Spätsommer das Giessen reduzieren.
- Nach einer Ruhezeit von rund zwei Monaten treibt die Zwiebel erneut aus.
Bei der Pflege kommt es auf den Rhythmus an. Ein heller, warmer Platz ohne Zugluft bringt den Stiel in Gang, nach der Blüte kommt die Pflanze in die Ruhephase. Wer die Zwiebel im Herbst bei etwa 15 Grad trocken stehen lässt, kann sie ab Dezember wieder antreiben. Düngen Sie nur in der Wachstumszeit, nie während der Ruhe, und stellen Sie nach der Blüte den Topf hell, damit die Blätter Reserven für das nächste Jahr sammeln.
Gift in allen Teilen
Alle Pflanzenteile enthalten Alkaloide wie Lycorin, die Zwiebel am meisten. Hunde und Katzen reagieren laut ASPCA mit Erbrechen, Durchfall und Speichelfluss. Bei Kindern, die an der Pflanze gekaut haben, erreichen Sie Tox Info Suisse rund um die Uhr unter der Nummer 145; für Tiere ist die Tierarztpraxis zuständig.