Rot ist die Naturfarbe
Bei der Wildform der Grossen Flamingoblume ist das Hochblatt rot, so wird sie meist beschrieben. Auch die rote Zimmerpflanze zeigt damit die klassische Form. Das rote Hochblatt wirkt glänzend wie lackiert und setzt in Stuben einen kräftigen Akzent. Die Kolben in der Mitte sind meist gelblich oder weisslich.
Interessant ist, dass das Hochblatt über die Zeit etwas nachdunkeln oder grünlich werden kann. Das gilt als Alterungsprozess und ist kein Pflegefehler. Neue Hochblätter erscheinen aus den Blattachseln, wenn die Pflanze genug Licht und Wärme bekommt.
Rot zu jeder Jahreszeit
Die Pflanze blüht bei Wärme und Licht fast das ganze Jahr. Im Winter wirkt sie neben Weihnachtsstern und Amaryllis, im Sommer neben Palmen und grünen Blättern. Als Schnittblume hält die Flamingoblume zwei bis drei Wochen.
Pflege
- Hell, aber nicht in der Sonne.
- Giessen mit lauwarmem, kalkarmem Wasser.
- Wöchentlich schwach düngen in der Wachstumszeit.
- Die Pflanze mag es warm und feucht; unter 15 Grad stockt das Wachstum.
Giftig: Calciumoxalat
Die Pflanze enthält unlösliche Calciumoxalat-Kristalle. Diese reizen Maul, Zunge und Lippen; die ASPCA beschreibt bei Haustieren Speicheln, Erbrechen und Schluckbeschwerden. Auch Menschen sollten den Saft nicht in Mund oder Augen bringen. Haben Kinder an der Pflanze gekaut, ist Tox Info Suisse unter 145 die richtige Stelle, bei Tieren die Tierarztpraxis.
Ein Notfall wird über 144 gemeldet. Zum Umtopfen im Frühjahr wählen Sie einen Topf, der nur wenig grösser ist, und ein lockeres, rindenhaltiges Substrat, damit die Wurzeln Luft bekommen. Dabei sind Handschuhe sinnvoll, weil der Saft die Haut reizen kann. Eine Düngergabe alle vier Wochen im Sommer genügt.