Die Farbe der Wildform
Die Gerbera jamesonii aus Südafrika blüht orange bis scharlachrot. Rot ist deshalb die ursprünglichste Farbe der heutigen Schnittgerbera, die erst später in Gelb, Rosa und Weiss gezüchtet wurde. Die Gartenform entstand durch Kreuzung mit einer verwandten Art.
Im Handel heisst die Farbe oft Scharlach, Feuerrot oder Kirschrot. Der Unterschied liegt im Unterton: Orangenahes Rot wirkt sonnig, bläuliches Rot dunkler und eleganter. Wer zwei Töne mischt, sollte sie klar trennen, damit der Strauss nicht unruhig wird. Zur Mitte passt ein dunkles Herz besonders gut, weil es das Rot vertieft.
Wirkung im Raum
Rot zieht den Blick an und trägt auch auf grosse Entfernung. Ein einzelner Bund auf dem Esstisch genügt, um einen Raum zu beleben. Mit Orange und Gelb kombiniert entsteht ein warmer Herbststrauss. Zu Weiss und Grün wirkt Rot klarer und moderner.
- Für den Muttertag am zweiten Sonntag im Mai gilt ein roter Strauss als herzlicher Klassiker.
- Im Advent passt Rot zu Tannengrün und Kerzenlicht.
- Zum Jahrestag lässt sich Rot mit wenigen Rosen ergänzen.
So bleiben die Stiele aufrecht
Rote Gerbera haben dieselbe Schwäche wie alle anderen: Dicht unter dem Kopf knickt der Stiel leicht ab. Ein frischer Anschnitt, eine saubere Vase und nur wenig Wasser verringern das Risiko. Manche Floristen stützen schwere Köpfe mit einem dünnen Blumendraht, der durch den Stiel gezogen wird.
Tierhalter
Die ASPCA nennt die Gerbera für Hunde, Katzen und Pferde ungiftig. Das gilt für rote Sorten gleichermassen. Wer eine Gerbera im Topf pflegt, stellt sie erst nach den Eisheiligen ins Freie.