Rot ist die Ausnahme
Ob eine Hortensie blau, violett, rosa oder rot blüht, entscheidet bei vielen Sorten der Boden. Saure Erde macht Aluminium für die Wurzeln verfügbar und treibt die Farbe Richtung Blau. Ein kräftiges, sattes Rot zeigen dagegen nur Sorten, die genau darauf selektiert wurden; bei vielen anderen bleibt es bei Pink.
So bleibt das Rot erhalten
- Prüfen Sie den pH-Wert mit Teststreifen aus dem Gartenfachhandel.
- Halten Sie ihn im neutralen bis leicht basischen Bereich. Das ist in kalkreichen Gegenden mit hartem Leitungswasser meist einfach.
- Verzichten Sie auf Torf und auf Dünger, der für blaue Blüten gedacht ist.
- Im grossen Kübel mit eigener Erde steuern Sie den Säuregrad selbst.
Wer die Farbe regelmässig kontrolliert, bemerkt Veränderungen früh. Ein Wechsel nach Violett deutet meist auf einen leicht saureren Boden hin, den Sie mit etwas Kalk ausgleichen können.
Umfärbung im Herbst
Gegen Ende der Blüte werden viele rote Köpfe grünlich, bronzefarben oder rötlichbraun. Das gehört zum natürlichen Ablauf und ist keine Krankheit. Wer die Blütenstände trocknen möchte, wartet diese Färbung ab und schneidet sie im Spätsommer.
Sicherheit
Die ASPCA zählt Hortensien zu den giftigen Pflanzen für Pferde, Hunde und Katzen; verantwortlich sind cyanogene Glykoside. Die Farbe spielt keine Rolle. Hat ein Kind Blätter oder Blüten gegessen, wählen Sie Tox Info Suisse unter 145, im Notfall den Sanitätsnotruf 144. Bei Ihrem Haustier hilft die Tierarztpraxis.