Rot entsteht durch Mutation
Sonnenblumen sind von Natur aus gelb. Rote Töne gehen auf Mutationen zurück, die durch Züchtung gefestigt wurden. Das Ergebnis reicht von dunklem Weinrot und Mahagoni bis zu Bronze und Rostbraun, oft mit gelben Spitzen. Bekannt ist 'Moulin Rouge', eine pollenfreie, dunkelrote Schnittsorte. Reines Scharlachrot gibt es nicht.
Zwei Typen
- Einstielige Schnittsorten haben einen Blütenkorb auf einem langen Stiel.
- Verzweigte Sorten bilden viele kleinere Blüten über Wochen.
Rote Sorten werden ein bis eineinhalb Meter hoch, einige noch niedriger.
Anbau in der Schweiz
Rote Sorten säen Sie ab Mitte April im Haus vor und setzen sie nach den Eisheiligen Mitte Mai ins Freie. In rauen Lagen, etwa im Voralpengebiet, lohnt sich Vliesschutz bei Spätfrost. Sie brauchen Sonne, nährstoffreichen Boden und reichlich Wasser. Wer eine lange Blüte möchte, sät alle zwei Wochen nach.
Herbst und Vase
Weinrot und Rost erinnern an Herbstlaub. Ein Strauss mit roten Sonnenblumen, Dahlien, Eukalyptus und Hagebutten passt zu Erntedank oder einem Herbsttisch. Frisch angeschnitten und mit täglich ergänztem Wasser halten die Stiele sieben bis zwölf Tage.
Rote Sonnenblumen setzen im Beet kräftige Akzente. Am besten kombiniert man sie mit gelben Sorten, damit die Farbvielfalt wirkt. Wer Samen für das nächste Jahr gewinnen will, bedenkt, dass Nachkommen von Hybriden oft nicht sortenecht ausfallen.
Wer Kinder im Garten hat, kann rote Sonnenblumen als Spiel mit Farben nutzen: Eine Reihe mit gelben, roten und bronzefarbenen Sorten ergibt ein kleines Farbspektrum, das bis zum Frost erhalten bleibt.
Haustiere
Die ASPCA nennt die Sonnenblume nicht giftig für Hunde, Katzen und Pferde, unabhängig von der Farbe.