Eine Pflanze aus dem Regenwald
Anthurium ist eine riesige Gattung der Aronstabgewächse mit mindestens 600 Arten, vermutlich bis zu 1000. Sie wächst im tropischen Mittel- und Südamerika und auf den Karibischen Inseln. Als Zimmerpflanzen sind nach der Wikipedia vor allem zwei Arten verbreitet: die Grosse Flamingoblume (Anthurium andraeanum) und die Kleine Flamingoblume (Anthurium scherzerianum).
Die Art im Blumengeschäft ist meist die Grosse mit glänzendem Herz und geradem Kolben.
Was blüht da eigentlich?
Das farbige «Herz» ist keine Blüte, sondern ein Hochblatt, in der Fachsprache Spatha. Die eigentlichen Blüten sind winzig und sitzen dicht am Kolben in der Mitte. Gerade weil die Spatha so fest und wachsartig ist, bleibt die Pflanze oft viele Wochen schön.
Pflege in der Stube
- Hell, aber ohne direkte Mittagssonne.
- Konstant warm, keine Zugluft; kalte Fensterbänke im Winter meiden.
- Giessen, wenn die obere Erdschicht trocken ist, und nie im Wasser stehen lassen.
- Hohe Luftfeuchtigkeit tut gut, daher ab und zu die Blätter besprühen oder ein Wasserschälchen aufstellen.
Auf dem Heimweg im Winter sollten Sie die Pflanze in Papier einschlagen. Wenige Minuten Kälte bei Minusgraden schaden einer tropischen Pflanze.
Giftig: Handschuhe und Vorsicht
Alle Teile enthalten unlösliche Calciumoxalat-Kristalle. Die ASPCA nennt als Folgen für Hunde, Katzen und Pferde Reizungen und Schwellungen im Maul, starkes Speicheln und Erbrechen. Der Saft kann auch Haut und Augen reizen. Bei Kindern oder Verdacht auf Vergiftung ist Tox Info Suisse unter 145 rund um die Uhr erreichbar, bei Tieren die Tierarztpraxis.
Anthurien sind keine Anfängerpflanzen für dunkle Räume; sie danken einen hellen, warmen Platz mit neuen Hochblättern.