Wild selten, im Garten häufig
Die Duftwicke heisst botanisch Lathyrus odoratus und gehört zu den Hülsenfrüchtlern. Wild wächst sie auf Trockenhängen in Süditalien und Nordwestafrika sowie in den spanischen Vorpyrenäen. Die Weltnaturschutzunion IUCN führt die Art seit 2018 in der Kategorie CR, der obersten Stufe der Bedrohung; als Ursache nennt die Wikipedia unkontrolliertes Sammeln.
Die Pflanze im Garten stammt dagegen aus der Zucht und blüht in den verschiedensten Farben. Eine gelbe Duftwicke gibt es bisher nicht.
Aussaat und Standort
In der Deutschschweiz sät man Duftwicken meist ab März im Haus oder ab April direkt ins Beet; leichte Fröste vertragen die Jungpflanzen, die Eisheiligen sind aber ein sinnvoller Termin zum Auspflanzen in rauen Lagen.
- Sonniger Platz mit tiefgründigem, nährstoffreichem Boden.
- Ein Rankgitter, Netz oder Zweige zum Klettern, etwa 1,5 Meter hoch.
- Regelmässig giessen, aber nie so, dass das Wasser im Boden steht.
Pflücken, damit sie weiterblüht
Die Pflanze blüht über den ganzen Sommer, von Juni bis September. Bleibt Welkes an der Pflanze, setzt sie Hülsen an und stellt die Blüte ein. Nehmen Sie darum im Abstand weniger Tage einen kleinen Strauss ab. In der Vase halten die Stiele drei bis fünf Tage, in kühler Umgebung etwas länger.
Nicht essen: Samen und Hülsen
Was wie eine Erbsenschote aussieht, ist für den Verzehr nicht gedacht. Die Samen enthalten nach der Wikipedia einen Stoff, der ein Enzym des Bindegewebes hemmt; ein solches Krankheitsbild nennt man Lathyrismus. Lagern Sie Saatgut so, dass Kinder und Tiere nicht herankommen. Bei Fragen beantwortet Tox Info Suisse unter 145 rund um die Uhr, bei Tieren die Tierarztpraxis.